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Templerfakten => Historische Templer => Thema gestartet von: Randolf am 16. September 2010, 16:47:42
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Pax Brüder,
ich habe eine Frage zum verfahren der Dubbatio
Innerhalb des 12. und 13. Jhdt. war die Dubbatio in Frankreich ja bereits weit verbreitet, während sie ausserhalb Frankreichs (z.B. in Deutschland) erst im 14. Jhdt. Anwendung fand (Vereinzelte grenznahe Anwendungen mal ausser Acht gelassen)
Es war ja auch möglich, innerhalb des Ordens zum Ritter geschlagen zu werden, wenn man die entsprechende Berechtigung dazu hatte.
Was war denn innerhalb des Ordens, jedoch ausserhalb Frankreichs in Deutschland oder in Outremer ?
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guggst du hier:
Die Knappen im Orden (http://forum.templernetzwerk.de/thread.php?threadid=4171&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&sid=&page=2)
Sehr lange aber fruchtbare Diskussion - wenn du nicht viel lesen magst, einfach die letzte Seite (2) "durchackern"! *smoky*
Zur Durchführung des Ritterschlages gab es auch mal einen Thread - ich such mal und wenn ichs finde hänge ich den Link noch ran!
Gruß
William
[edit Beni] Ich hab die URL geändert. Die http://ssl..... ist NICHT mehr aktuell. Die läuft nur noch "so" mit, kan aber jederzeit wegfallen!
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Danke Bruder, dass währe mir eine Grosse Hilfe!
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Mein Problem ist weiterhin: Wurde der Ritterschlag ÜBERALL GLEICH durchgeführt oder wie war es in anderen Ländern und in Outremer ? Darauf gibt mir der Treat "Knappe im Orden" keine Auskunft.
Hat jemand vielleicht einen niedergeschriebenen Ablauf eines um 1250 gängigen Ritterschlags?
Und ist Schwertleite = Ritterschlag ?
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Original von Ritter Randolf
Mein Problem ist weiterhin: Wurde der Ritterschlag ÜBERALL GLEICH durchgeführt oder wie war es in anderen Ländern und in Outremer ?
Sicherlich nicht!
Wie auch in anderen Bereichen, gab es keine Norm - es wird also eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten gegeben haben, die lediglich gewisse obligatorische Gemeinsamkeiten hatten!
Dabei spielte Stand und Geld eine entscheidende Rolle!
Sicher auch kulturelle Unterschiede.
Allein schon s.g. Massenritterschläge vor oder nach einer Schlacht, lassen im Vergleich mit den pompösen Ritterschlägen des Hochadels erkennen, das dort sehr viel möglich war - einzige Gemeinsamkeit ist der "Schlag" an sich und damit einhergehend die Übereichung der goldenen Sporen und des Schwertes, als sichtbares Zeichen der Ritterwürde.
Im Orden wird der Ritterschlag eher nüchtern und demütig durchgeführt worden sein - kein Gelage oder pompöses Ritual!
Da um 1250 der Einfluß der Kirche auf den Ritterschlag schon sehr dominierte und es sich bei den Templern ja um einen Orden handelte, wird der religiöse Aspekt sicherlich im Vordergrund gestanden haben - also Nachtwache in der Kirche vor dem Ritterschlag, rituelle Reinigung im Büßergewand etc.
Ich durfte nun 3x in Jerichow einem Ritterschlag beiwohnen und denke, das das dem "Orginal" sehr sehr nahe kam - frag mal Bruder Odo nach Details!
Gruß
William
Schau mal hier:
http://www.zeno.org/Geschichte/M/Delbr%C3%BCck,+Hans/Geschichte+der+Kriegskunst/3.+Teil.+Das+Mittelalter/3.+Buch.+Das+hohe+Mittelalter/1.+Kapitel.+Das+Rittertum+als+Stand/Schwertleite+und+Ritterschlag
http://www.regionalgeschichte.net/hauptportal/bibliothek/glossar/alphabet/r/ritter.html
http://www.thueringer-ritterorden.de/Historisches/Ritterschlag.html
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Das hilft mir jetzt sehr viel weiter, danke !