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Alles andere => Bücher & Filme => Thema gestartet von: Alesandro von Hainichen am 22. Juli 2010, 10:57:21

Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Alesandro von Hainichen am 22. Juli 2010, 10:57:21
Servus zusammen,mal ein Fundstück aus meinem E Mailfach. Also ich bin etwas skeptisch geworden macht euch aber selber ein Bild :


Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen bezüglich des Schatzes der Templer.

Ich bin Autor und Journalist und veröffentliche am 23. August 2010 ein
Buch über die Frage, ob der Orden der Tempelritter einen Schatz gehütet
hat. Das Buch heißt demzufolge "Der Templerschatz – Eine Spurensuche",
erscheint im Gütersloher Verlagshaus und beschäftigt sich mit der Frage,
ob und wo die Templer um Hugo von Payns einen Schatz gefunden haben
könnten, woraus er bestand und wo er möglicherweise heute noch seiner
Entdeckung harrt.

Es handelt sich bei dem Buch nicht um ein weiteres esoterisches Machwerk
à la Lincoln, Baigent und Leigh. Stattdessen habe ich zehn Jahre
Recherche an Originalschauplätzen in ganz Europa und nicht unerhebliche
Summen in die Entstehung und Realisierung des Buches investiert. Das
Buch enthält 40 Fotografien, ein Quellenverzeichnis mit über 380
detaillierten Referenzen und ein Sachregister.

In meinem Buch belege ich haarklein, dass der Templerorden tatsächlich
einen Schatz gehütet hat und dass dieser mitnichten aus Geld und Gold
bestand. Dieser Schatz befindet sich noch heute in Frankreich und harrt
seiner baldigen Bergung.

Es wäre mir eine große Ehre, Ihre Meinung zu meinem Buch zu hören und
hoffe, dass meine Buchempfehlung auf Ihr Interesse stößt. Bei Fragen
stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

--

Mit besten Grüßen,

Tobias Daniel Wabbel
Journalist, Autor, Publizist
Buecher, Reportagen, Features

Das neue Sachbuch "Der Templerschatz" ab 23. August 2010 im Handel:
www.tobiasdanielwabbel.com
http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15414-tobias-daniel-wabbel.html
Mitglied des Deutschen Fachjournalistenverbands, DFJV

Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 22. Juli 2010, 11:07:01
Herrn Wabbel mal googeln und selbst ein Bild des Autors machen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß er was ganz besonderes gefunden hat ........kann mich natürlich auch irren  *smoky*

Sollte sich wer das Buch kaufen, kann er uns ja seine Eindrücke hier mitteilen !  Danke im voraus !
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Daniel am 22. Juli 2010, 12:36:27
Hab die Mail ebenfalls bekommen und war ebenfalls skeptisch :)
Ich werds mir nicht kaufen!
Halte aber niemanden davon ba es zu tun :)

Grüssle
Daniel
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Hermann von Redentin am 22. Juli 2010, 14:14:14
Hab sie auch bekommen. Woher er wohl die Mailaddys hat?!  *smoky*
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Berthold von Krukow am 22. Juli 2010, 19:37:17
Langsam werd ich suer - ich hab wieder nichts bekommen.
 *sadangel*
Berthold
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 22. Juli 2010, 20:57:50
Habe sie auch bekommen. Habe mal gefragt ob es eine Leseprobe als PDF gibt. Bin mal gespannt ob eine Antwort kommt.
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Pascal de Rennard am 22. Juli 2010, 21:08:48
Heiko, hast Du um ein Rezensionsexemplar gebeten? Na, wenn er Dich schon per mail anschreibt und Deine Meinung haben will, sollte es auch ein solches geben!  *alleswirdguut*

Soll er Dir, oder all denen, die er angeschrieben hat und um ihre Meinung bittet, eines schicken - das ist der Lauf der redaktionellen und sonstigen Dinge!
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 23. Juli 2010, 12:13:20
Ich hab sie auch bekommen und ebenfalls um ein Rezensionsexemplar gebeten. Eigentlich glaube ich aber eher an eine Werbeaktion, lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren.
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 30. Juli 2010, 19:28:20
Ich habe Antwort bekommen.
Es gibt ab Erscheinung eine online Leseprobe. Generell war die Intention des Herrn Wabbel allerdings tatsächlich Werbung.

Schade, dass er kein Rezensionsexemplar bereitstellt.

Viele Grüße!
Beni
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Sareth am 06. August 2010, 12:40:30
Herr Wabbel hat mich auch angeschrieben und auf Facebook geadded. Weil er von meiner kommenden Publikation erfahren hatte. Er wollte einen Buchtausch mit mir vereinbaren, und dass ich Werbung für ihn und er für mich macht.

Ich antwortete, dass ich keine Werbung mache für etwas, das ich nicht gesehen hab vorher, bzw. gelesen. Und riet ihm, einen Buchtausch erst hinterher zu veranlassen....
Auf seiner Internetseite gibt es einen kurzen Überblick über das Buch, über die "geheimen Absichten" der Templer, die ja "keinesfalls die PIlgerwege geschützt haben", sondern... na? "gegraben haben unterm Tempelberg"...

Ich fand das alles nicht sooo neu, die These. Hab da schon einen sehr erbärmlichen Roman von 1995 zuhause einstauben, wo sie auch "graben" und die "Wahrheit über Christus" da entdecken.

Ich glaube nicht, dass gerade mein Buch über die Templermythen das Buch ist, mit dem Herr Wabbel gerne Werbung machen würde.
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 25. August 2010, 13:01:32
Hallo, nachdem mir Herr Wabbel den Kontakt zum Verlagshaus vermittelt hat, habe ich dort ein Rezensionsexemplar angefordert und dieses heute per Post erhalten.

Ich werde das Buch lesen und dann einen kurzen Bericht einstellen.
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Berthold von Krukow am 31. August 2010, 14:02:58
Hier mal ein Link zu dem Buch:

Templerschatz (http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/08/wissenschaftsjournalist-erklart-ratsel.html)

Mag sich jeder seine Meinung bilden.

Gruß Berthold
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Migo am 31. August 2010, 20:15:58
Warum macht sich der Typ die Arbeit und schreibt ein Buch, wenn alles was er herausgefunden haben will auch so wäre? Ums Geld kann es ja nicht gehen  *jokely*

Will er vielleicht eine sogenannte "mittelschwere Krise" auslösen, wie auf seiner Homepage beschrieben? Oder ist das nur eine Bundes(ver)lade?

Warum präsentiert er denn nicht den Templerschatz, wenn er genau weiß, was und wo er ist?
Ich geh jetzt in den Keller und füll noch mal nen Schluck Wein in den heiligen Gral...

Thema durch
 *clsd*
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 02. September 2010, 15:33:08
Ich habe es jetzt durchgelesen und werde dann mal meinen Senf vorbereiten.

Zusammengefasst hat es sich schön und spannend gelesen. Die Grundideen (Templerschatz=Bundeslade; diese lagert heute noch in Laon) sind nicht schlecht und, vor allem für Laien, sehr gut nachvollziebar.
Wie erwartet baut These auf These auf, wobei die vorangegangenen Thesen als Fakten dargestellt werden. Genau diese Thesenkette ist es aber, die natürlich an vielen Stellen angreifbar und teils unhaltbar sind. Es finden sich auch ein paar, für die Thesen aber unrelevante, Detailfehler, die aber offenbaren, dass die Recherche gerade im Alltagshistorischen und Sachkundlichen, sowie Ikonografischen Bereich nicht so tief waren, wie es aussieht. Das wird auch an den Fußnoten klar: ich hätte mir deutlich mehr gewünscht. Die allermeisten verweisen auch auf Sekundärliteratur, viele davon selbst verschwörungstheorethischer und nichtwissenschaftlicher Natur.

Fazit: Schöne und spannende Lektüre, erinnert an einen Indiana-Jones-Film, ist aber nicht als ernsthaftes wissenschaftliches Quellenmaterial geeignet. Die Thesen sind spannend, bedürfen aber einer tieferen historischen Untermauerung. Sie sind auch angelehnt an bereits aufgestellte Hypothesen, allerdings so in der Form noch nicht verkettet worden.
Dass er nicht mit der Lade herausrückt erklärt sich damit, dass er sicher keine Grabungserlaubnis in der Kathedrale von Laon bekommt. Warum er es nicht versucht hat, bleibt mir verborgen.


@Migo: Wenn du möchtest, bringe ich es zum Kapitel nächste Woche mit.
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Sareth am 06. September 2010, 17:45:12
Danke fürs Lesen und Rezensieren :) Dürfte ich deine kleine Rezi auf meiner Homepage präsentieren ?

(Ja, ich LIEBE diese Bücher auch besonders, wo eine These mit der nächsten "untermauert" wird.... Leider bekomme ich die auch ziemlich oft zur Rezi zugeschickt...)

Grüßlies, euer Spitzohr
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 06. September 2010, 17:53:51
Wow, jetzt habe ich schon den Gral gefunden und bin auch schon über die Bundeslade getappt und das ohne es zu wissen.

Natürlich die Kathedrale von Laon, ihre eigene Ordenskirche als Versteck wäre ja zu einfach gewesen.

:-)
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Sareth am 07. September 2010, 10:55:01
genau...

schöne Filmszene: heimlich des nachts beim Bau der Kathedrale schleichen ein paar vermummte Gestalten durchs Gelände und bringen die Bundeslade unter... es gibt ein kleines Gemetzel, weil irgendein Typ das ganze beobachtet (wahrscheinlich ein Angehöriger des gegnerischen XYZ-Geheimordens), aber die "Geheimnisträger" schaffen es... die Krähen krächzen... und die Bundeslade ist in Sicherheit....
Titel: Neues Buch "Der Templerschatz"
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 14. September 2010, 13:04:01
Hallo, ich habe jetzt die Rezension fertig. Ich habe vorher gesehen, dass schon jemand ("Durchreicher") meine obige Zusammenfassung als Rezension bei Amazon gepostet hat. Darüber bin ich wirklich verärgert, denn ich wurde nichteinmal gefragt, und dabei hatte ich doch klargestellt, dass es sich um eine Vorab-Zusammenfassung handelt. Dass das ein Urheberrechtsverstoß ist, ist da finde ich noch das kleinere Übel. Ich finde es einfach unhöflich.
Wenn der oder die Verantwortliche das hier liest, würde ich mich freuen, wenn wir uns kurz hierzu austauschen könnten, weil mich die Beweggründe interessieren würden, nicht um sinnlos zu streiten.


So, der Text (der ist jetzt auch publizierbar):
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Tobias D. Wabbel: Der Templerschatz – Eine Spurensuche
Rezension von Benedikt Hallinger

Mit seinem Buch "Der Templerschatz – Eine Spurensuche" (erschienen am 23. August 2010 im Gütersloher Verlagshaus) legt Tobias Daniel Wabbel ein Werk vor, das zwar viele bereits bekannte Theorien zum Verbleib und der Gestalt des Templerschatzes aufgreift, diese aber zu einer neuen Spur verkettet, die durchaus im Bereich des möglichen liegen könnte.
Das Buch ist spannend geschrieben und auf jeden Fall eine Lektüre wert. Die Kapitel bauen logisch aufeinander auf und sind leicht verständlich - hier wird das Buch dem Untertitel "eine  Spurensuche" voll gerecht. Jedes Kapitel beginnt zur Auflockerung mit einem Zitat des fiktiven Archäologen Henry Jones Jr. - zu Anfangs wunderte ich mich, was Indiana Jones in einem - laut eigener Aussage - wissenschaftlichen Buch zu suchen hat, aber die Zitate passen nicht nur zu den jeweiligen Kapiteln, sondern auch zum Charakter des ganzen Werkes. Positiv abgerundet wird jedes Kapitel durch eine kurze aber präzise Zusammenfassung.

Eingangs gibt der Autor einen Kurzüberblick über die Templer. Dieser Überblick ist im allgemeinen gut gelungen, aber teilweise aus meiner Sicht etwas zu knapp gehalten. Durch diese starke Zusammenfassung schleichen sich leider ein paar kleine Fehler ein, die zwar der im Buch behandelten Theorie keinen Abbruch tut, aber dennoch Zweifel an der Recherchearbeit aufkommen lassen. Als Beispiel sei hier Geoffroy de Charnay genannt, der nie Großmeister war, ein weiteres gutes Beispiel ist die kurze Erläuterung der Ordensregel, bei der die Teile "Regel" und "Statuten" durcheinandergewürfelt werden, indem gesagt wird, sie wäre sehr ausführlich, aber gleichzeitig die Aussage folgt, dass die Regel keine Angaben über den Schutz der Pilgerwege enthielte: Die Regel von Troyes definiert tatsächlich recht allgemein vornehmlich monastische Angelegenheiten, die Statuten hingegen dann die Details wie militärisches Verhalten und die Struktur des Ordens. Hier finden sich, entgegen Tobias Wabbels Meinung, auch recht präzise Angaben über den Schutz der Pilgerwege. Auch die Gleichsetzung "Templerischer Reichtum=Gold" ist nur spekulativ und geht an der historischen Realität etwas vorbei: In einer Zeit, in der Macht über Landbesitz und den damit verbundenen Rechten ausgeübt wurde, war finanzieller Reichtum nicht so gewichtig wie heute, obwohl er freilich eine Rolle spielte. Historiker sind heute der Auffassung, dass der Reichtum der Templer weniger aus Geld, sondern mehr aus materiellen Gütern bestand, zumal Krieg eine Menge Geld kostet (wir erinnern uns daran, dass die meisten Schlachten verloren gingen, was massive Verluste nicht nur an Menschen, sondern auch an Material und Pferden nach sich zog, welche kostspielig ersetzt werden mussten) und der Orden nachweislich mehrere male kurz vor dem finanziellen Aus stand.

Nach dem Prolog folgt die Spurensuche, beginnend in der Gegend um Paynes, aus der der Ordensgründer stammte. Seine Thesen untermalt Tobias Wabbel über Fußnoten mit Quellen, die am Ende des Werkes in einem eigenen Abschnitt aufgeführt sind. Als Historiker wünscht man sich vermutlich allerdings mehr als "nur" knapp 400 Fußnoten, von denen die meisten leider aus meist populärwissenschaftlicher Sekundärliteratur stammen. Manche Fußnotensetzungen sind zudem nicht gut nachvollziebar, beispielsweise bei FN 12: Der Text erzählt von einer Templerpuppe in Museum, die dem Autor keine Ausklunft über die Entstehung des Ordens geben könne, die Fußnote hingegen gibt uns Auskunft darüber, wer der Ansicht des Autors nach die Experten auf dem Gebiet der Templer seien.
Es entsteht der Eindruck, dass der Autor, abgesehen von seinen Besuchen an den Originalschauplätzen, entweder kein ausführliches Primärquellenstudium betrieben, oder dieses nicht in seinem Werk dargelegt hat. Es werden mancherorts auch hoch spekulative Verbindungen geknüpft, die später als Fakt weitergenutzt werden, wie beispielsweise die Verbindung über Abt Suger über Bernhard zu den Templern, die so dargestellt wird, als hätten sich Templer und Suger überspitzt gesagt quasi täglich getroffen. Natürlich hatten die Templer und die Zisterzienser enge Kontakte, aber die Zisterzienser waren nicht die alleinigen Vorbilder der Templer - es finden sich sehr viele benediktinische sowie augustinische Elemente in ihrer Regel.
Auch die These, dass die Templer häbräische Texte untersuchten und in der Folge sogar selbst dem Judentum zugewandt gewesen wären, ist rein spekulativ und mitnichten "Fakt" - der "Link" wird über Hugo von Paynes und Hugo von der Champagne geknüpft, obwohl für die postulierten Aktivitäten sämtliche Belege fehlen. Nur die Verbindung zwischen diesen beiden Personen erscheint aus wissenschaflticher Sicht aber nicht als stark genug, um von einem "Beweis" zu sprechen. Auch an anderen Stellen wird oft von Fakten gesprochen, wo Fachkreise nur von Theorien und Möglichkeiten ausgehen.
Manchmal werden auch fehlende Belege als Beweis für eine gegenteilige Sache gewertet (zum Beispiel werden die angeblich fehlenden Aufzeichnungen über den Schutz der Pilgerwege in der Frühzeit als Beleg für die Grabungstheorie benutzt). Auch Ikonographische Darstellungen werden - mitunter durch Ignorieren gewandungskundlich gesicherter Fakten - mancherorts umgedeutet. Beispielsweise wird der normale und in dieser Form sher verbreitete Waffenrock des Ritters in Reims als "Mönchskutte" über der Rüstung umgedeutet, um eine zweifelhafte Verbindung zu den Templern zu erhalten. Obwohl solche Schlüsse auf den ersten Blick logisch erscheinen, sind sie dennoch kein Beleg, sondern höchstens ein Indiz und bedürfen einer näheren Prüfung. Solche Indizien werden dann aber leider benutzt um angebliche Fakten zu schaffen, wodurch das Fundament der Hauptthese des Buches sehr wackelig wird, anstelle ehrlich von Möglichkeiten zu sprechen.
Auf der anderen Seite finden sich auch einige ansonsten nur wenig beachtete Bildnachweise wie das Steinrelief, welches  Mönche zeigt, die die Bundeslade tragen und die sehr viel mit den Templern gemeinsam haben. Sehr spannend und einleuchtend ist auch die Anordnung der Kathedralen nach Sternbildern und die Verbindung zu den Graffitis von Gisors. Leider wird aber auch in solchen interessanten Belegen nicht fundiert genug die Gegenthese ausgeschlossen - dass es sich im Falle der Bundesladenmönche nämlich schlicht auch um eine allegorische Darstellung handeln könnte und im Falle der Kathedralen der Zufall oder andere Faktoren eine Rolle gespielt haben könnte.


Zusammengefasst ist das Buch durchaus zu empfehlen, solange man sich keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse erhofft. Es ist schön flüssig und sehr spannend geschrieben. Es fällt schwer, das Buch wegzulegen, man fühlt sich wie in einem Indiana Jones Film oder einem guten Verschwörungsroman - eine "Spurensuche" eben. Meine Erwartungen an die wissenschafltiche Grundlage, die durch den Kurztext des Buches geweckt wurde ("Ein wissenschaftlich fundiertes Sachbuch"), wurde leider enttäuscht. Tobias Wabbel hat sich mit seinen knapp 400 Quellennachweisen wirklich viel Mühe gemacht, ich hätte mir aber mehr Nachweise bzw. stärkere Belege für die einzelnen Thesen gewünscht. Vor allem Belege aus Primärquellen hätten seine Thesen stützen können. Wie das Nachwort des Buches allerdings treffend schreibt ("Dem Autor [...] ist es zumindest gelungen, ein Fenster mehr im elfenbeinernen Turm einschlägiger Theorien zu öffnen."), kann das Buch eine neue sehr interessante These vorstellen, die nun durch die Forschung näher untersucht werden sollte.