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Darstellung => Templerdarstellungen => Thema gestartet von: Thomas am 02. Oktober 2009, 15:05:22
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Ich hab grad einen Ausstellungskatalog durchgeblättert und darin ein paar wunderschöne Schwerter mit Invokationsschriften wie zB + INOMINEDN + (= I(n) NOMINE D(omin)N(i) ) gefunden. ab dem frühen 12 jh wurden diese größtenteils aus tauschiertem Edelmetall oder Buntmetall, anstatt wie frühere mit damastmaterial, gemacht.
Und jetzt frag ich mich, ob das schon zuviel Zier wäre für Templer oder ob das quasi als "gebet" auf dem Schwert wäre so Akzeptiert worden??? wenn jemand dazu nähere infos oder gedanken hat,würd ich mich freuen. :)
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Da ein Ritter, der dem Orden beitrat, ja seine Ausrüstung mitbrachte, könnte ich mir dererlei schon vorstellen. Man müsste mal das ganze Schwert dazu sehen.
Bei ordenseigener Produktion war so etwas vielleicht eher unüblich.
Mit Bestimmtheit kann ich es allerdings nicht sagen, aber es wäre m. E. denkbar.
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Man darf nicht vergessen, daß Magie im Mittelalter allgegenwärtig war. So eine Inschrift galt auch als besonders starke Magie, mit der der Träger ausgestattet wurde, die ihm half zu siegen oder für eine bestimmte Sache einzustehen (In hoc signo vinces). Ich könnte mir schon vorstellen, daß diese Art der Magie (weil christlich) auch von den Mitgliedern geistlichen Orden verwendet wurde, denn man brauchte jede Unterstützung gegen den Feind, die man bekommen konnte.
Magische Schwerter waren durchaus nichts ungewöhnliches, auch wenn nur die bekanntesten bis heute überliefert sind.
Ich glaube wir machen uns völlig falsche Vorstellungen vom Wert eines Schwertes inder damaligen Zeit.
Es war nie die beste Waffe und wurde erst eingesetzt, wenn Axt und Streitkolben zu Bruch gegangen waren, quasi als letztes Mittel. Weil es sehr wertvoll war und ein Statussymbol und mit magischer Kraft versehen. So etwas zerschmetterte man nicht mal eben so inder Schlacht. Axt und Streitkolben waren schnell neu beschafft - ein Schwert eher nicht.
Gruß Berthold
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Es war nie die beste Waffe und wurde erst eingesetzt, wenn Axt und Streitkolben zu Bruch gegangen waren, quasi als letztes Mittel.
Da möchte ich noch die Lanze vorschieben, die ja die Hauptwaffe im Mittelalter war.
Schwerter mit Inschriften wird es auch im Orden gegeben haben, weil, wie schon gesagt wurde, viel an Ausrüstung sich aus Schenkungen speiste.