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Alles andere => Allgemeines => Thema gestartet von: Michael von Schattengrund am 30. September 2009, 07:22:41
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pax vobiscum,
da mein 'nichtverzinktes' und 'nichtbrüniertes' Kettenhemd dank mangelnder Pflege etwas verrostet ist, würde mich interessieren, wie man es wieder einigermassen rostfrei bekommt.
Ich hab mal gehört: Kettenhemd mit Sand in einen Sack und dann kräftig schütteln. Funktioniert das so oder gibt's da bessere Methoden? Denke mal ein Teil des Sandes wird dann an den Ringen dran bleiben???
Bin für jeden Tip dankbar!
Gruß
Michael von Schattengrund
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einfach ne zeitlang auf dem Boden schleifen.
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Moin
egal welche Methode du nimmst, die Ringe werden drunter leiden.
Von einer Chemiekeule rate ich ab.
Was auf jedenfall funktioniert ist Bewegung. Das Kettenhemd in einem Sack bewegen, sodass sichd ie Ringe gegeneinander bewegen, sodass sich der Rost ablöst.
Danach stellste dir ne Plastikwanne auf, kippst Öl rein und badest das gute Stück darin. Dann haste erstmal Rostschutz.
Gruß
Daniel
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Wenn es nur "etwas" verrostet ist, dann einfach mit Ballistol einsprühen und ein paar Mal - zwischen alten groben Klamotten! - tragen. Durch die Reibung der Ringe aneinander wird es recht schnell sauber.
Ist es stärker verrostet, tja dann die moderne Chemiekeule - also z.B. Rostumwandler aus dem Baumarkt - sieht danach aus wie brüniert!
Dauert auch nur wenige Minuten und es hat eine Schutzschicht, die zumindest eine zeitlang vor Rost schützt - es geht dabei kein Material verloren, da der Rost in eine stabile Form umgewandelt wird. Allerdings nicht sehr billig der Spaß.
Im MA gab es wohl (angeblich) sowas wie eine "Kettenhemdwaschmaschiene", das war ein Faß, das auf eine Achse gesteckt wurde, an der einen Seite der Achse war eine Kurbel und nun einfach über zwei Dreibeine hängen (Ähnlich wie die Sau am Spieß)
Das Kettenhemd und viel Quarzsand in das Faß und kurbeln bis es blitzblank ist.
So etwas nimmt man heute z.B. noch um im Privatbereich Halbedelsteine zu schleifen - allerdings mit E-motor.
Wäre das nicht evtl nochmal eine Marktlücke für die Handwerker unter uns? Habe sowas noch nie auf einem MA-Markt gesehen! *smoky*
Tja und dann gibts da noch - völlig "A" - den Knappen, der mit einem Putztuch und reichlich Quarzsand einige Stunden beschäftigt wird... *jokely*
Aber vom "modernen" Sandstrahlen würde ich dir dringend abraten, denn dabei wird die Oberfläche sehr rau und es rostet danach wesentlich schneller als vorher!
Gruß
William
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Tja, meine Knappen habe ich gerade in den Winterurlaub entlassen...
Märkte mit Kettenhemdwaschmaschinen sind in der Tat sehr rar... hab ich bisher auch noch nicht gesehen. Eine echte Marktlücke...
Werde es wohl mit viel Reibung aber ohne Sand versuchen und anschließend das gute Teil in WD40 tunken...
Danke euch für die Antworten!
Gruß
Michael von Schattengrund
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das mit der Kurbel und der Achse war mir neu.
Ich kannte das nur Kettenhemd und sand in ein Fass und vom Knappen über den Burghof rollen lassen.,
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Original von Lazarus v. Akkon
das mit der Kurbel und der Achse war mir neu.
Ich kannte das nur Kettenhemd und sand in ein Fass und vom Knappen über den Burghof rollen lassen.,
Auch ne Variante - evtl gabs die "Kurbeltrommel" extra für Ritters mit zu kleinem Burghof oder Bewohner von Sumpfgegenden..*jokely*
Da konnte der Landsknecht dann an seiner Bauknecht kurbeln bis er erbrecht *jokely* *jokely*
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Irgendwann in mittelalterlicher Gesellschaft hatte ich mal laut überlegt, auf Markt oder Lager so eine "Kettenhemdwaschmaschine" anzubieten. Allerdings wurde mir die Warnung zuteil, dass nicht-vernietete Kettenhemden darin zu einem Klumpen verstrickter und verhakter Kettenringe mutieren würden, den kein Mensch mehr auseinander bekäme.
Ob das stimmt, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, wollte es aber hier mal weitergeben.
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Warum sollten gut zusammengewürgte Kettenringe - auch wenn sie nicht vernietet sind - in der "Waschmaschine" aufgehen?
Wenn es vereinzelt wo hacken würde - ok - aber ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen ( außer bei den offenen Aludingern vieleicht aber die haben an einem seriösen Ordensritte eh nichts zu suchen).....
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Kann ich mir eigendlich auch nicht vorstellen - der Sand setzt sich eh in die Ritzen und soooo weich sollte selbst das billigste Kettenhemd aus Indien nicht sein, das es dabei aufgeht.
Wenn du natürlich die Kurbel über einen Waschmaschinenmotor antreiben willst und das gute Stück dann bei 3000 Umdrehungen geschleudert wird, dann wäre es wohl möglich, das hinterher wieder aufgerollte Drahtknäule rauskommen! *jokely*
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...oder wenn du ein "Kettenhemd - Stonewashed" willst - dann könnte die Konsistenz ebenfalls darunter leiden *jokely*
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Gott sei dank sind Kettenhemden Bügelfrei...
Irgendwie hat meins aber so viele Löcher!
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Original von Benedikt von Söllbach
Irgendwie hat meins aber so viele Löcher!
Das sind die gemeinen Ferrummotten - wohl aus Asien eingeschleppt - die machen nicht nur Löcher, sondern knabbern manchmal auch ganze Ringe auf!
Paß bloß auf dein Schwert auf, sonst machen die daraus eine Schaumkelle und aus dem Helm ein Nudelsieb!*jokely*
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aus dem Helm ein Nudelsieb!
Am Wochenende haben sie in der Wiese zugeschlagen, die Biester! Der Helm ist ganz rostig!
Soll ich Mottenkugeln reinlegen?
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Na sind die denn "A" ? *smoky*
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Naja, ich dachte, ich leg Bleikugeln rein, auf die die Ferrummotten dann gehen könnten, aber ob sie sich da ablenken lassen, weiß ich nicht. Sind ja Ferrummotten, keine Bleimotten. Ich hab aber mal gehört, dass die ganz wahnsinnig scharf auf Blei sind.
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....hmmm....dann solltest aber besser "Ferrum-kugerln" einlegen - vielleicht gehen sie da eher drauf. ausserdem liegen die den Motterln nicht so schwer im Magen wie Bleikugeln und sie können noch auf Nimmerwiedersehen abfliegen *brvo*
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Kugeln aus einer Eisen-Magnesium-Phosphormischung sollen gut gegen die Ferrummotten sein.
Aber Vorsicht denn sobald sie da reinbeißen sausen sie als funkensprühende Glühwürmchen durch die Gegend und lassen sich auch mit Wasser nicht löschen - evtl gabs die ja doch schon im MA und das war der Grund für die vielen Burgbrände!
schmunzelnder Gruß
William
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Hat jemand einen Tip, wie ich das Hemdchen am besten vor Rost schützen kann?
Ich habe meins mit Ballistol eingesprüht. aber dort, wo Schweiß dran kommt (Hände, unter den Armen) hat sich dennoch Rost gebildet, und das nicht zu knapp.
Ideen???
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Tragen - ölen - tragen - ölen - tragen - ölen ....... etc *jokely*
Oder einmal richtig entrosten und brünieren - schützt auch nicht ewig, aber deutlich länger. *smoky*
Gruß
William