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Templerfakten => Historische Templer => Thema gestartet von: Lancelot Graf von Rothenfels am 19. September 2009, 15:29:12

Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 19. September 2009, 15:29:12
Es ist anzunehmen, daß die Kriegssättel den Kriegspferden vorbehalten waren und die wurden nur zum Training oder zum Kampf geritten.

Für "normale" Reisen wurden die wertvollen Kriegshengste sicher nicht verwendet!

Daher ist mit Sicherheit ein Unterschied zwischen den Kriegssättel und den Reisesättel zu machen!



[edit Beni] Das Thema wurde von Meine ersten Versuche (http://forum.templernetzwerk.de/thread.php?threadid=4377) abgeteilt.
Titel: Sättel
Beitrag von: Lazarus v. Akkon am 19. September 2009, 19:13:27
Warum Hengste ?
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 20. September 2009, 12:05:18
Hallo Lancelot,
das meinte ich so nicht - diese Unterscheidung ist klar, steht ja auch in der Regel. Die Frage ist, ob die Reitpferde der Ritter "normale" Reitsättel hatten, oder ob auf der Reise ungesattelt geritten wurde. Ich weiß das nicht, ich hab da überhaupt keine Informationen.

Laza hat übrigens recht, es ist öfters in der Regel die Rede von "Pferden beiderlei Geschlechts"


[edit: hierher als Referenz kopiert]
So, ich habe mal in der Ordensregel nachgeforscht.
In folgenden Artikeln wird ein Sattel erwähnt:
- 100 (Seneschall kann Kriegssattel verschenken)
- 103 (Marschall kann gebrauchte Sättel verschenken)
- 116 (Erwähnung von "gesattelten Pferden" als Beute)
- 117 (Kriegssättel werden im Marschallsdepot gefertigt)
- 123 (Komtur von Jerusalem kann türkische Sättel an Säkulare Herren verschenken)
- 149 (Brüder dürfen nicht ohne Erlaubnis nach dem Kriegssattel schicken)
- 160 (Verbot, im Hinterhalt oder bei Bewachung von Weidegebiet den Sattel oder Zaumzeug abzunehmen)
- 162 (Erwähnung einer Satteldecke im Zusammenhang mit dem Kriegssattel)
- 173 (Alte Sättel werden durch den Untermarschall verteilt)
- 376 (Bei Transport von Dingen soll der Sattel mit einer groben Decke abgedeckt werden, engl. Version)

Die Artikel, die nicht eindeutig einen Kriegssattel benennen, sind lediglich 103, 116, 123, 173 und 376.
Für mich sieht es so aus, als würden auch die normalen Sättel im Marschallsdepot verwaltet, insbesondere da §173 neben Waffen und Rüstungsteilen auch von Fässern und Fischnetzen spricht.
Ob die Brüder generell nur Kriegssättel hatten, oder auch "normale Reitsättel", geht aus meinen Augen nicht eindeutig aus der Regel hervor. Man müsste hier die zu der Zeit übliche Praxis erforschen, ob im Frieden mit Sätteln geritten wurde.
Aufgrund des Artikels 376, der ausdrücklich betont, dass der Artikel gilt, egal ob die Brüder im Haus oder im Feld sind, würde ich aber annehmen, dass die Reitpferde der Brüder normale Sättel hatten.
Titel: Sättel
Beitrag von: Johannes vom Gollenstein am 20. September 2009, 13:12:08
Zum Thema Sättel:

Soweit ich bisher recherchiert habe, gab es um die Zeit der Templer herum (genau weiß man das nicht) noch wenig bis gar keine reinen Zivilsättel!
Flache Sättel ohne Vorder- und Hinterzwiesel kamen erst relativ spät in Gebrauch.

Hengst oder nicht Hengst, das ist auch so eine Frage...
Stuten wird man eher nicht geritten sein, im Kampf wird man wahrscheinlich auf Hengste zurückgegriffen haben. In Spanien ist es heute noch so: Wallache gelten als "minderwertig" und werden meist nicht geritten, Stuten werden rein für die Zucht eingesetzt und im Allgemeinen nicht geritten.

Aber eigentlich gehört das alles ja nicht hier her...

Ich bin jedenfalls froh, dass Bruder Kurt mit seiner Gewandung zufrieden ist und wünsche hiermit viel Erfolg bei der Darstellung!
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 20. September 2009, 13:59:41
Zitat
Original von Johannes vom Gollenstein
Zum Thema Sättel:

Soweit ich bisher recherchiert habe, gab es um die Zeit der Templer herum (genau weiß man das nicht) noch wenig bis gar keine reinen Zivilsättel!
Flache Sättel ohne Vorder- und Hinterzwiesel kamen erst relativ spät in Gebrauch.

Darauf zielte meine Frage an Benedikt ab - ist es also deutlich ersichtlich, das es mindestens zwei Arten von Sätteln gab?

Das eine ist dann, der in vielen Bildern gezeigte "Kriegssattel", den wir als Inbegriff des mittelalterlichen Sattels schlechthin sehen.

Wie aber sah nun ein "ziviler" Sattel aus - gab es da eine bisher völlig unbeachtete Form, oder wurde nur ein Sattel nicht im Alltag geritten um diesen für Kampfeinsätze zu schonen?
Also von der Optik her kein nennenswerter Unterschied, sondern nur in der Funktion?

Das würde mich persöhnlich sehr interessieren, da ich irgendwann auch wieder das Pferd in meine Templerrolle mit einbinden möchte.

Danke für die bisherigen und evtl noch kommende Infos!

Gruß

William

ps evtl sollte man diese Dsikussion hier entfernen und in einen neuen Thread bringen.
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 20. September 2009, 18:31:35
Zitat
Warum Hengste ?


Da die gepanzerten Reiter sehr schwer waren setzte dies ein massiges Pferd mit kräftigem Exterieur voraus.
Stuten entsprechen diesem Anforderungsprofil nicht - sind daher einmal auszuschließen.

Das Schlachtpferd mußte ebenfalls für den Kampf im Getümmel sehr temperamentvoll, mutig und vor allem agressiv sein, sodaß es den gegnerischen Fußsoldaten oder Reiter auch mit Bissen und Hufschlägen anging - die Levade ist auch heute noch in der spanischen Hofreitschule ein Relikt aus diesen Zeiten ( Pferd springt zur gleichen Zeit mit allen 4 Beinen in die Luft und schlägt dabei mit voller Wucht nach hinten aus).
Man kann sich vorstellen wie die Kammeraden die hinter dem Pferd standen dann ausgesehen haben .....

Durch die Beschneidung (die den Hensgst zum Wallachen macht )geht auch das Testosteron für die hengstische Agressivität verloren - daher scheiden Wallache als Krigspeferde aus .

Das heißt :  Kriegsross war der Hengst.

So wurde bis kurz vor der Schlacht auch das normale Reitpferd benutzt und erst vor dem eigentlichen Schlachtbeginn auf das Schlachtross umgestiegen.
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 21. September 2009, 09:15:33
Bruder Johannes, es wäre Toll, wenn du noch Belege für die Sattelsache liefern könntest.
Ich bin da leider literarisch überhaupt nicht bestückt.

Aber wenn sich deine These erhärtet, würde das bedeuten, dass unter der Reise lediglich ohne Sattel auf dem Pferd gesessen wurde bzw. ein Polster (in der Regel finden sich öfters "Sattelkissen") untergelegt wurde.
Titel: Sättel
Beitrag von: Johannes vom Gollenstein am 22. September 2009, 11:15:10
Die Geschichte mit den Sätteln ist nicht so einfach.
Ich habe lange und intensiv gesucht, aber es gibt leider recht wenig greifbares Material. Da die Sättel hauptsächlich aus Holz und Leder bestanden, ist die Fundlage entsprechend dürftig.
Gute Funde gibt es erst wieder in Richtung Renaissance, als viel Metall zur Verwendung kam (Plattenpanzer), aber die Zeit interessiert uns ja primär nicht.

Christian Tavard beschreibt in einem Buch (gucke den Titel genau nach) den Unterschied zwischen Zivil- und Kriegssattel. Ich lese noch einmal nach, dann liefere ich die Details.

Auf dem blanken Rücken hat man sicherlich NICHT nicht gesessen. Wer schon mal eine halbe Stunde ohne Sattel geritten ist, dem ist sofort klar, dass das länger auch kaum machbar ist, selbst mit ledernen Unterhosen. Man reitet sich gnadenlos den Hintern auf.

Reitkissen halte ich auch für unwahrscheinlich, weil in der Praxis unpraktisch:
Kein guter Halt für den Reiter, Reitkissen neigen zum Rutschen auf dem Pferderücken, Steigbügel sind schlecht zu befestigen (es geht, ich weiß, aber es ist nicht wirklich praktisch, jedenfalls für längere Ritte).

Am ehesten würde ich die These vertreten, dass der Kriegssattel auch für zivile Einsätze genutzt wurde. Im HoMA waren die Sättel noch nicht so extrem hoch an Vorder- und Hinterzwiesel, eine zivile Nutzung wäre durchaus denkbar.

Zu den Ausführungen über das Pferdegeschlecht würde ich mich den Ausführungen von Lance anschließen.
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 22. September 2009, 11:51:31
Ich kann mich beim Kriegspferd auch nur den Ausführungen von Bruder Lancelot anschließen, denn eine Stute oder Wallach wäre sicherlich nicht unbedingt für die europäische Kriegsführung der damaligen Zeit geeignet gewesen.

Ist nicht meine Zeit, daher nur bedingt Wissen vorhanden, aber gab es nicht schon bei den Wikis Pferdekämpfe, bei denen nur Hengste eingesetzt wurden?

Ich erinnere mich an eine irgendwann gelesene Anekdote, kann aber weder sagen, ob diese einen wahren Kern hat oder nur fiktiv ist:

Demnach zog einst ein Heer von Kreuzfahrern durchs heilige Land und folgte dabei dem Verlauf eines Höhenzuges.

Was die Christen jedoch nicht wußten, war das ein sarazenisches Heer auf der anderen Seite des Höhenzuges ein Nachtlager aufgeschlagen hatte.

Da nun aber die Sarazenen bevorzugt Stuten ritten, kam es das zunächst nur einige der christlichen Hengste die Witterung aufnahmen und ausbrachen - wodurch schließlich immer mehr Pferde dem Herdentrieb folgend  - immer schneller der Hügelkuppe entgegen ausbrachen und als ihre verdutzten Reiter noch versuchten die Stampede wieder in den Griff zu bekommen, sahen sie das unbefestigte Lager.
Da nun mittlerweile ein Großteil der Hengste, samt Reiter auf der Hügelkuppe angekommen waren, nutzten die Ritter den Schwung und die Gunst der Stunde und brachen in vollem Galopp in das feindliche Lager ein und erstritten dadurch einen unerwarteten Sieg! *ballern1*

Wie gesagt ich kann mich nicht mehr erinnern wo ich das gelesen habe - und ob nun was Wahres daran ist!

Evtl kennt jemand die Quelle der Anekdote und wir hätten damit einen Beleg mehr - ansonsten ist es einfach eine unterhaltsame Geschichte! *jokely*

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Johannes vom Gollenstein am 22. September 2009, 21:40:50
Schöne Geschichte, William!  *smoky*

Zurück zu den Sätteln:

Tavard (s. unten) führt an, es gäbe bis ins 12. Jhd. kaum Unterschiede zwischen Militär- und Zivilsätteln. Er beruft sich hauptsächlich auf den Teppich von Bayeux.
Ab diesem Zeitpunkt beschreibt er eine Art Reitkissen, wie von Beni oben angesprochen, später dann Sättel mit kleinem Vorderzwiesel und flachem Hinterzwiesel, die Ähnlichkeiten mit den heutigen englischen Sätteln aufweisen (im weiteren Sinne).

Meine persönliche Interpretation zu diesem Thema sieht folgendermaßen aus:
Sättel vor dem 12. Jhd. hatten einen Sattelbaum aus Holz mit zwei seitlichen Trachten und einem Vorder- und Hinterzwiesel. Fakt, dazu gibt es Funde.
Hätte ich nun einen Zivilsattel bauen wollen, hätte ich die seitlichen Trachten beibehalten (der Stabilität und Bequemlichkeit für Pferd und Reiter wegen) und hätte die Zwiesel verkleinert. Das Ganze mit einem Leder abdecken und fertig ist der Sattel.
Es gibt Funde bzw. Rekonstruktionen von Merowingersätteln nach diesem Vorbild. Auf einer Zeichnung würden sie wohl wirken wie eine reine Lederauflage, da man die Zwiesel kaum sieht.

Zu den Reitkissen habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht.
Es wäre möglich, das besagte Trachtensättel zum Polstern eine dickere Lederauflage, eben ein Sattelkissen, hatten.
Heutige Sättel der spanischen Hirten (Vaqueros) sind nach einem ähnlichen Prinzip gebaut.

Wenn man unter modernen Sätteln ein Modell sucht, dass fürs MA passend wäre, würde ich zu eben diesem Sattel, dem Vaquera, raten.
Der vielzitierte Portuguesa passt m. E. eher für die Renaissance.
Ebenfalls recht nett ist der Camarguesattel, er weist ebenfalls gewisse Parallelen zu MA-Sätteln auf.

Ich hätte ich an Literatur anzubieten:
Dugue Mac Carthy, La Cavalerie Francaise et son Harnachement

Mac Carthy zeigt die Entwicklung der militärischen Zäumungen von der Frühzeit bis in die Moderne auf. Er bezieht sich mancherorts auf Violet le Duc.
Zahlreiche Abbildungen von Funden, Originalzeichnungen und Interpretationen.
Französischer Text

Mein Favorit:
Christian Tavard, Sattel und Zaumzeug, Du Mont Verlag

Ein wunderschöner Bildband über Pferdezäumungen durch die gesamte Weltgeschichte; viel aus dem MA, aber auch Zäumungen aus anderen Kulturkreisen und Zeiten.
Bildband; Funde, Zeichungen, Abbildungen wechseln sich ab, umfangreicher und informativer Text.

Beide Bücher sind leider nicht einfach zu beschaffen, da nur antiquarisch zu bestellen (wenn überhaupt). Über Fernleihe funktioniert recht gut.

Dann gibt es noch einen Band aus der Reihe der Themsefunde (The medieval Horse and its Equipment o.ä.). Zahlreiche Abbildungen von Originalfunden, allerdings fast durchweg Metallgegenstände wie Trensengebisse, Hufeisen, Steigbügel u. ä.
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 22. September 2009, 21:53:44
Hallo Johannes,

vielen Dank für die Recherche und Quellennachweise - sehr interessant!

Ich werde mal versuchen die Bücher zu bekommen.

Den Carmaquesattel kannte ich noch gar nicht.

Mit dem "Reitkissen", wird bestimmt kein Kissen wie wir es uns heute auf Sofa legen gemeint sein - ich denke auch es war eher ein besser gepolsterter Sattel mit mehr oder weniger "Aufbau"  und dadurch eben bequemer auf Reisen als der sichere aber dafür auch unbequeme Kriegssattel.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lazarus v. Akkon am 23. September 2009, 00:23:26
Ich weis nicht freunde klingt zwar einleuchtend
aber irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken nur
Hengste als Streitrösser nicht anfreunden.
Wahr da mal nicht was mit rossigen Stuten und durchgehenden Hengsten bei ner Schlacht ?
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 23. September 2009, 08:50:15
In der Ordensregel können wir neben der Decke unter dem Kriegssattel von einem Sattelkissen bzw. Sattelpolster lesen. Vielleicht war dieses Sattelpolster auch nochmal eine Zwischenlage zwischen dem Holzkorpus des Kriegssattels und der Decke?
Hört sich aber auch schlüssig an, dass es der "Zivilsattel" war und eben nicht nur eine dickere Decke (also Polster bzw Kissen).
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 23. September 2009, 09:17:11
@Lazarus

Auch wenn du dich mit dem Gedanken nicht anfreunden kannst - war aber so  *smoky*

Zu deinen Bedenken Hengst / rossige Stute während der Schlacht sei nur bemerkt, daß das Pferd ( der Hengst ) zwar Triebgesteuert ist jedoch während der Schlacht anderes "zu tun hatte" als auf rossige Stuten zu wittern.

Ähnlich einem Hengst der in einem neuzeitlichen Reitbewerb startet - für den ist es ( bei richtiger Erziehung und wenn der Reiter das Pferd beherrscht - und das war bei den Rittern ja wohl anzunehmen ) auch kein Problem wenn rossige Stuten in der Nähe sind.
Bei Pferden ist es nichts anderes wie bei uns - an Sex und Vermehrung denken wir eher im entspannten Zusatand und nicht wenn wir unter "beruflichem" Stress stehen.
Titel: Sättel
Beitrag von: Lazarus v. Akkon am 23. September 2009, 09:58:17
Hmmm
sind das nun ausführungen basierend auf modernem logischen Denkens oder
gibt es da Belege für?
Ich mein Pferde sind starke Tiere egal ob männlich oder weiblich
und Weibche können auch ganz schön Biestig sein. ;-)

Ich weis der vergleich wird etwas hinken aber ich würde auch viell lieber von nem männlichen Yorkshireterrier gebissen werden woillen als von nem weiblichen Pitbull.
Titel: Sättel
Beitrag von: Johannes vom Gollenstein am 23. September 2009, 11:03:46
Zum Thema Hengst und Stute:

Wenn ich die Wahl hätte, ob mit Hengst oder Stute in eine Schlacht zu reiten, würde ich in jedem Fall den Hengst wählen. Hengste sind zwar "wilder", aber auch berechenbarer. Stuten in einem Kriegszug halte ich für unwahrscheinlich, weil unpraktisch (muss man von den Hengsten getrennt halten etc.).
Außer der praktischen Seite ist, wie schon von mir angesprochen, auch der rein "angeberische" Teil zu sehen. Männer ritten (oder reiten) gerne Hengste. Angebertum. Klingt zwar jetzt abgedroschen, ist aber so.
In manchen Zeiten/Kulturkreisen waren Stuten auch zu wertvoll, um in eine Schlacht geritten zu werden, da Stutenlinien für die Zucht sehr bedeutsam sind! Zudem kann man eine tragende Stute in einer Schlacht ebenfalls nicht brauchen.

@Lazarus
Nach Belegen zu fanden, ist wahrscheinlich unergiebig. Diese Dinge ergeben sich aus der Praxis. Wer Reitet, kann das nachvollziehen.

Darüber hinaus denke ich mir, im Notfall wird man wohl auch geritten haben, was da war. Hengst, Wallach oder Stute, Hauptsache Pferd unter dem Hintern... Krieg ist halt Krieg...

Zum Reitkissen:
Nochmal zum grundsätzlichen Aufbau eines Sattels:
Auf den Pferderücken kommt eine (Sattel-)Decke zum Schutz des Pferderückens. Darüber liegt der Sattel.

Der Sattel könnte folgendermaßen aufgebaut sein:
Holzgestell wie beschrieben; daran werden die Sattelgurte und Steigbügelriemen befestigt.
darüber kommt ein Polster (Sattelkissen?). Das kann aus Leinen oder Leder sein und war mit Rosshar o.ä. gepolstert.
Darüber kommt ein Überwurf aus Leder oder festem Stoff. Leder ist wahrscheinlicher.
Es wäre auch denkbar, dass der Sattel unten zum Schutz des Pferderückens ebenfalls gepolstert war. Bei alten Militärsätteln hat man das auch so gemacht (Leinenpolster, ebenfalls mit Rosshaar o. ä. gestopft).

@Beni
Es gibt doch in der Regel eine Erwähnung eines "langen Riemens". Hast du dazu Genaueres? Ich rätsele schon länger um die Bedeutung.
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 23. September 2009, 13:26:02
Zum Thema Hengste und Sättel sehr interssant - mit Quellenangaben am Ende.


http://www.zeno.org/Goetzinger-1885/A/Pferd (http://www.zeno.org/Goetzinger-1885/A/Pferd)
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 24. September 2009, 12:32:31
Hallo Lance,

ein sehr aufschlußreicher Text und dieses Zitat daraus bestätigt noch Johannes Aussage und ist für mich auch sehr stimmig:

Dass das Schlachtross ein Hengst sein musste, war ganz selbstverständlich; Walache oder gar Stuten zu reiten, galt für den Edeln als schimpflich.

Kennt denn niemand den Hintergrund oder die Quelle der oben von mir frei zitierten Geschichte?
Ich bin mir ziemlich sicher, das es aus einer alten Quelle stammt (irgendein Kreuzzugsbericht), aber ob es eine mittelalterliche "Geschichte" oder ein Tatsachenbericht war, kann ich leider nicht mehr sagen!

Jedenfalls spricht wesentlich mehr dafür, das zumindest das Streitroß ein Hengst war, denn im deutschen Sprachraum wurde es ja auch das " grode ross" (hoffe es ist richtig geschrieben!) - also das "große Pferd" genannt und Hengste sind nunmal größer und kräftiger als Stuten.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 24. September 2009, 14:29:32
Hier Auszüge aus einem Text von "Albertus Magnus"

(http://de.wikipedia.org/wiki/Albertus_Magnus (http://de.wikipedia.org/wiki/Albertus_Magnus)


"Das häufig genutzte Zitat „ros, schilt, sper, hûbe unde swert – diu machent quoten ritter wert“ deutet bereits ein weiteres für uns wichtiges Themenfeld an, das Pferd.

Jede „Gleve“ verfügt über zwei bis vier Pferde, und zwar zwingend über ein Streitroß (dextrarius), das für die Gegebenheiten während Gefecht und Turnier ausgewählt und ausgebildet wurde, und ein Marschpferd (palefridus), das für Reisen genutzt wurde, während das Streitroß bei Überlandreisen vom Knappen an der rechten Seite ( Dextra - rechte Hand) geführt wurde - daher der Name "Dextrarius"!

 Hinzu können noch ein Lastpferd (runcinus) zum Transport von Rüstung und anderem Material und gegebenenfalls ein Marschpferd für den Knappen kommen, was grade bei größeren Reisestrecken Sinn machen kann.

Diese Art von Differenzierung bei Pferden findet sich unter anderem in Albertus Magnus’ De animalibus, in der er die vier Arten der Pferde aufzählt.

Als erste skizziert er die erwähnten dextrarii oder bellici, die Lärm und schnelle Bewegungen gewöhnt sind und darauf trainiert wurden auf Schenkeldruck und Pfiffe zu reagieren und mit Sprüngen, Tritten und Bissen am Kampfgeschehen teilzunehmen.

Es handelt sich hierbei um unkastrierte Hengste.


Das gleiche gilt für die nachfolgenden palefridi, damit sie nicht träge oder fett werden.

 Nachfolgend nennt Albertus Magnus noch Rennpferde (curriles equi) und Lastpferde (runcinus).


Ich hoffe das hilft wieder ein Stück weiter - so es sich dabei um Belege ums 12. Jhdt. handelt.
Titel: Sättel
Beitrag von: Lazarus v. Akkon am 24. September 2009, 15:22:30
Ah wunderbar.
Ich bedanke mich für eure Ausführungen.
Ist doch schön was neues zu erfahren, nicht das ich jemals reiten würde (o Gott das arme Tier)aber man ist doch ein Stück schlauer wieder.
Weiter so.
mfg
Lazarus
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 26. September 2009, 15:49:43
So, ich hab nochmal aus Neugierde wegen dem Abdecken und dem Sattelkissen in den Templerregeln nachgesehen. Wir haben hier wiedermal eine Begriffsdifferenz zu verzeichnen.
Upton-Wards "saddle pad" ("Sattelkissen") erscheint bei Körner als "Schabracke". Bei Curzon findet sich für das dortig verwendete "coverture" eine Referenz auf Artikel 173.
Dort finden wir bei Körner ein "Sattelkissen" vor, bei Upton-Ward hingegen ein "rug" ("grobe Decke") - der Untermarschall darf das zusätzlich zu den alten Sätteln ausgebeen (steht auch direkt dahinter).
In Artikel 149 ist das Abdecken schonmal erwähnt, dort ist die Rede davon, dass die Sättel mit Umhängen oder Decken abgedeckt werden sollen.

Meine Vermutung wäre also die folgende:
- Artiklel 376 ist eine recht genaue Wiederholung von §149 und erweitert diesen um das Abdecken der Schabracke.
- Das "Sattelkissen" bzw. die Schabracke ist eine Satteldeckenähnliche, rechteckige Decke, die unter den Sattel gelegt wird.
- Diese hat repräsentationscharakter, deswegen soll sie und auch der Sattel zum Schutz bei Transport von Dingen  abgedeckt werden (neu in §376)
- §162 bezeichnet die Pferdedecke im Zusammenhang mit dem Kriegssattel. Hier kann es sich nur um die Schabracke handeln.
- Sie hat zusätzlich polsternde Wirkung, weshalb die Begriffe Satteldecke, Sattelkissen und Schabracke synonym verwendet werden (§§ 149, 162, 173, 376).
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 27. September 2009, 09:27:36
Saddle Pad und Schabracke sind definitiv das selbe - sie werden unter den Sattel gelegt um eine bessere Auflage zu ermöglichen.

Das Saddle Pad aus der Weseternreiterei der Neuzeit ist jedoch stärker gepolstert als die Schabracke - diese besteht meist aus einem dünneren Material.

Jedoch wurde früher ( als Reiten noch kein Sport mit dem dementsprechenden  Markt dafür war ) meist als Sattelunterlage eine Decke verwendet die man je nach Bedarf falten konnte bis der Sattel paßte um "Unebenheiten" die sich durch Gewichts / Muskulaturzu oder Abnahme des Pferdes ergeben, auszugleichen.
Mit der Decke konnte jedoch auch der Sattel abgedeckt  oder das Pferd abgerieben ( getrocknet) oder eingedeckt werden.

Solche Decken gehörten z.b. noch bis zum Ende des WK1 zur Grundausstattung der K & K Kavalarie......

Die Coverture ist jedenfalls nicht mit der Schabracke gleichzusetzen.
Es handelte sich dabei eher um die Pferdedecke mit den Farben und Wappen des Reiters die wir aus vielen Darstellungen der weltlichen Ritter kennen.

Das Sattelkissen ist auch öfter in Verbindung zum Reiten im seitlichen Sitz zu finden.
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 27. September 2009, 12:37:41
Zitat
Original von Lancelot vom See
Saddle Pad und Schabracke sind definitiv das selbe - sie werden unter den Sattel gelegt um eine bessere Auflage zu ermöglichen.


.......meist als Sattelunterlage eine Decke verwendet die man je nach Bedarf falten konnte bis der Sattel paßte um "Unebenheiten" die sich durch Gewichts / Muskulaturzu oder Abnahme des Pferdes ergeben, auszugleichen.
Das Sattelkissen ist auch öfter in Verbindung zum Reiten im seitlichen Sitz zu finden.


Das Fettgeschriebene hat mich auf eine ,wie ich finde sehr plausible Idee gebracht!

Wir finden in der Regel immer nur den Hinweis auf einen Sattel, wissen aber das die Brüder immer mehrere Pferde hatten!

Ein Sattel wird heutzutage sehr genau an ein Pferd angepaßt - teils mit Gipsabdruck für Einzelanfertigungen - soll er nun aber auf 3 unterschiedliche Pferde passen, brauche ich zwangsläufig etwas um den unterschiedlichen Körperbau, Muskulatur, Fett etc   auszugleichen - also ein gut gepolstertes Sattelpad, welches sich evtl sogar noch unterschiedlich füllen läßt!

Dies kann separat sein, könnte aber auch länger geschnitten sein um dann auch den Zweck als Couvertüre gleich mit zu erfüllen, also sowohl Polster, Schutz, Decke, Representationszweck etc.

@Benedikt
Somit könnten unterschiedliche Übersetzungen sehr wohl das Gleiche meinen, nur stellen wir uns die typische Sattelunterlage eben heute so vor , wie es jetzt üblich ist und das könnte eben falsch sein - eine Couvertüre die also gleich mehrere Funktionen erfüllt und eben dafür sorgt, das ein "Universalsattel" für jedes der Pferde angepaßt werden konnte, entspricht auch sehr dem äußerlichen "Armutsprinzip" des Ordens und erfordert damit auch keinen zusätzlichen Stauraum und spart viel Geld.

Wenn es sich dann also um eine gut geschnittene, flexibel zu schnürende und individuell polsterbare Couvertüre handelte, dann wäre es durchaus denkbar, das man diese sogar für kurze "zivile" Ausritte hat nutzen können - natürlich nicht für lange Reisen oder gar Kampfeinsätze.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 27. September 2009, 15:06:25
Zitat
Die Coverture ist jedenfalls nicht mit der Schabracke gleichzusetzen.
Dann macht mich aber der explizite Hinweis von Curzon stutzig, denn dadurch wird eindeutig die Synonymität der drei Begriffe hergestellt.
Williams Idee finde ich aber recht interessant, zusätzlich darf man nicht vergessen, dass es ja auch Packpferde mit Packsätteln gab, die ebenfalls ein Polster brauchen.
Rechteckige Satteldecken sieht man übrigens im Liber ad honorem Augusti (zb Fol. 107r oder 138r)
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 28. September 2009, 09:15:31
Noch eine Ergänzung zu meiner obigen Aussage - allerdings geht dem eine Frage voraus:

Ab wann waren Kettenpanzer für Pferde im Einsatz - vor allem ab wann im Orden?

Wenn es diese Kettenpanzer recht früh gab, dann immer auch mit einer Art "Gambeson" darunter und falls dieser nirgends extra aufgeführt wird, könnte es sich um die von mir oben beschriebene "Polsterdecke" handeln.

Denn unter dem Sattel war garantiert keine Kette, also könnte dort die Polsterung als Sattelpad eben deutlich dicker gewesen sein (und individuell noch "auszustopfen" um sie anzupassen) - somit wären alle o.g. Voraussetzungen erfüllt und wir hätten dann sogar noch eine zusätzliche Funktion!

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 28. September 2009, 09:16:08
@Benipedia

Es stellt sich hier die Frage der Größe der Coverture - wenn es eine solche wie im ersten Bild ist dann kann das nicht gemeint sein - ist es jedoch eine kleiner geschnittene, dann könnte es so sein  *smoky*

Die Frage ist wohl auch die, ob die Templer ob ihres Armmutsgelübtes überhaupt große ( das ganze Pferd verhüllende ) Covertueren gebraucht / verwendet haben ?!


@Wil
Ich glaube aber nicht, daß die Pferde"Gambeson"decke in einem Ganzen war und daher auch als Pad gedient hat.
Leichteres Verrutschen des Sattels und fehlende Auslässe für die Gurtung (Bauch und Back ) sowie die Größe und das damit verbundene Gewicht ( Füllung Rosshaar ) sprechen da dagegen!

Ausserdem war die Kettenpanzerung der Pferde meines Wissens nach nicht über das ganze Pferd sondern nur Brust / Vorderbeine und dann wieder hinten seitlich sodaß es den gestreckten Galopp nicht behinderte,
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 28. September 2009, 09:19:40
Hihi Lance - fast zeitgleich!

Lies mal meine Ausführungen oben - wenn es eine Kette fürs Pferd gab, dann gabs - aus dem gleichen Grund wie beim Menschen - auch eine schlichte Couvertüre  und vor allem auch eine Polsterdecke darunter.


Edit:
Egal wo nun die Kette war, sie muß in jedem Fall an etwas stabilen befestigt gewesen sein (und das auch dort wo kein Sattel ist - also z.B. Brust) und wenn man -- nur mal für die Vorstellung - ein Pad auf eine Posterdecke "aufnäht" und dieses Pad dann unter dem Sattel liegt und damit geschnürt wird, würde es sogar weniger rutschen als die "moderne" Variante, denn egal ob erst Couvertüre, dann Pad und zuletzt Sattel oder erst Pad , dann Couvertüre und Sattel - bei der "modernen Version" hast du immer Stoff auf Stoff und das ist sicher rutschiger als wenn es eine feste Kombi wäre.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 28. September 2009, 09:21:27
Habe meinen Senf dazu schon abgegeben  *smoky*
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 28. September 2009, 09:34:33
hab auch noch nen Edit oben reingeschoben *jokely*

Ich werde diese Kombivariante in jedem Fall bei meiner nächsten version mal testen, denn ich finde es klingt gut und sicher.
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 28. September 2009, 09:52:40
Diese große verhüllenden Covertüren kenne ich nicht für die Zeit der Regelentstehung (also den 60ern des 12. Jahrhunderts) - weiß da jemand mehr, ich habe da nicht direkt daanch recherchiert (aufgefallen sit mir sowas bis dato aber nicht)
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 28. September 2009, 10:02:47
Ich vermute mal, das die Entwicklung parallel mit dem Waffenhemd, bzw -rock verlief. (Also erste Anfänge frühestens nach dem 1. Kreuzzug)
Also erst ein Sonnenschutz für die Kette, dann immer mehr auch ein Prunkobjekt im weltlichen Bereich - im Orden dann schlicht bleibend.

Bleibt also beim Pferd die Frage ab wann dort die Kette eingeführt wurde, denn daraus ergibt sich erst die Notwendigkeit eines Sonnenschutzes fürs Pferd.

Ohne Kette wäre die Couvertüre dann nur im weltlichen Bereich als "Zierrat" und "Wappenträger" anzusehen - aber ähnlich wie beim Reiter galt ein schlankes Pferd als edler und daher werden auch bei bildlichen Darstellungen die Pferde nicht als "Michelinmännchen", sondern idealisiert gezeichnet worden sein.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 28. September 2009, 13:15:25
Zitat
Egal wo nun die Kette war, sie muß in jedem Fall an etwas stabilen befestigt gewesen sein (und das auch dort wo kein Sattel ist - also z.B. Brust) und wenn man -- nur mal für die Vorstellung - ein Pad auf eine Posterdecke "aufnäht" und dieses Pad dann unter dem Sattel liegt und damit geschnürt wird, würde es sogar weniger rutschen als die "moderne" Variante, denn egal ob erst Couvertüre, dann Pad und zuletzt Sattel oder erst Pad , dann Couvertüre und Sattel - bei der "modernen Version" hast du immer Stoff auf Stoff und das ist sicher rutschiger als wenn es eine feste Kombi wäre.


Das ist an sich richtig - aber der kluge Mann baut vor und nimmt ein Pad welches nicht einen Stoffüberzug sondern einen Raulederüberzug hat - und schon rutscht nix mehr  *smoky*

Zu "Befestigung der Kette": Die Kette wurde an ein Brustgeschirr bzw ein Geschirr welches über den Pferderücken gelegt wurde befestigt.

Auf den Bilder des Tjosters ist ein solches Vorderzeug zu sehen und auf dem Bild aus der Wiener Rüstkammer die moderne Fassung mit Platte.
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 30. September 2009, 10:43:53
Im Hortus Deliciarum sehen wir ebenfalls einen Sattel - ist das ein ziviler Reitsattel, oder ein Packsattel? Interessant ist auch die Unterlage unterm Sattel.
Generell ist das übrigens eine hübsche Vorlage für die Quersäcke die bei den Templern benutzt wurden.
Titel: Sättel
Beitrag von: Isa am 07. Oktober 2009, 22:25:27
Zitat
Somit könnten unterschiedliche Übersetzungen sehr wohl das Gleiche meinen, nur stellen wir uns die typische Sattelunterlage eben heute so vor , wie es jetzt üblich ist und das könnte eben falsch sein - eine Couvertüre die also gleich mehrere Funktionen erfüllt und eben dafür sorgt, das ein "Universalsattel" für jedes der Pferde angepaßt werden konnte, entspricht auch sehr dem äußerlichen "Armutsprinzip" des Ordens und erfordert damit auch keinen zusätzlichen Stauraum und spart viel Geld.


Nur das das leider nciht funktionieren kann weil die Schulterbreite, die Schulterstellung, Widerrist usw. ganz unterschiedlich sind. Leg ich eine dickere Decke darunter mach ich den Sattel zum einen enger, zum anderen aber auch höher, dh. der Sattel rutscht vor oder zurück, teils auch wunderbar seitlich.
Kommt immer aufs Pferd und den Sattel an.

Ich hab bei meinem Sattler deshalb mal nachgefragt.
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 08. Oktober 2009, 11:23:31
Zitat
Original von Isa

Nur das das leider nciht funktionieren kann .......
Kommt immer aufs Pferd und den Sattel an.

Ich hab bei meinem Sattler deshalb mal nachgefragt.

Es gibt aber sogar heute noch Regionen auf der Welt, in denen eine mehrfach faltenlos gelegte Wolldecke untergelegt wird um einen nicht passenden Sattel anzupassen - natürlich verträgt sich sowas nicht unbedingt mit unserem heutigen Naturschutzgedanken und Tierliebe - aber damals war ein Pferd nur ein Gebrausgegenstand. Zwar ein teurer und im weltlichen Bereich auch prestigeträchtiger aber trotzdem eine Massenware.

Wenn du z.B. mal schaust was den Pferden in China, Indien oder in den armen Regionen Südamerikas auch heute noch auf den Buckel geschnallt wird, bekommt man vom Hinsehen Rückenschmerzen *jokely*

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 12. Oktober 2009, 14:46:07
Habe wieder was Neues herausgefunden - auf den folgenden Bildern sieht man neben

1. einem Westernsattel den klassischen Rittersattel ( liegt im ungrischen Nationalmuseum ) , dann

2.eine Skizze wie die Decke zusammengelegt wurde ( abgenommen konnte sie als ganz normale Decke zu zudecken, abdecken usw. verwendet werden und dann eine

3.Skizze wie die Decke ( Woilach) zum Sattelpolster wurde. Dafür wurde wohl auch der angesprochene Riemen verwendet.

Da die Ordensritter ja dem Armmutsgelübte unterlagen, kann wohl auch angenommen werden, daß sie bei den sätteln eher in der Kategorie "so einfach als möglich" mitspielten.....
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 12. Oktober 2009, 15:23:53
Hallo Lance,

schöne Bilder!

Hast du eine Altersangabe für den Rittersattel?

Auf alle Fälle sieht man deutlich, das der Sattel sehr oben auf liegt und die gefaltete Decke macht einen wirklich passgenauen Sitz überflüssig (auch gar nicht möglich).

Somit kann so ein Sattel auch auf verschiedene Pferde aufgelegt werden, wenn sie von der Rasse her nicht gerade extrem unterschiedlich sind - das wird aber bestimmt nicht der Fall gewesen sein.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 12. Oktober 2009, 17:28:11
Spannend! Toll, dass ihr da noch am Ball seit!
Titel: Sättel
Beitrag von: Wedumir am 12. Oktober 2009, 21:34:50
Also sorry, aber wenn ich mir die Bilder ansehe und den Rittersattel mit dem Bild ganz rechts vergleiche, dann scheint mir eher, als ob das Sattelpolster für den Reiter angebracht wäre. Also auf dem Sattel, nicht darunter.
Aber ich verstehe auch nichts vom reiten und bin schon wieder weg...
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 12. Oktober 2009, 21:37:50
Ja, es sieht so aus, als läge etwas auf dem Sattel... Ein Sattelkissen vielleicht?
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 13. Oktober 2009, 11:43:26
Hmm stimmt - in der Skizze liegt es auf dem Sattel - nicht darunter (!?)

Also ein Stoffpolster für den Reiter?

Damit würde sich auch die Frage klären, die wir woanders schon hatten - nämlich wie man mit "normaler" Bruche reiten kann.
Wenn die Decke längs mittig auf dem Sattel liegt, könnt ich mir schon vorstellen, das sie nicht nur polstert, sondern auch Halt gibt.

Aber was war dann unter dem Sattel - ich kenne solche zusammengelegten Satteldecken aus Ägypten - dort allerdings unter dem Sattel.

Sehr spannend!

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 13. Oktober 2009, 15:07:20
Vielleicht gab es auch beides und wir sind wiedermal nur durch die Begriffe verwirrt?
Körner erwähnt ja zwei verschiedene Begriffe, zum einen "Sattelkissen" und dann die "Schabracke".
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 13. Oktober 2009, 17:34:26
Ich bleibe drann  *headbangl*
Titel: Sättel
Beitrag von: Johannes vom Gollenstein am 14. Oktober 2009, 14:00:53
Da bin ich auch mal wieder.

Wir brauchen auf jeden Fall ZWEI Polster, wenn man einen Sattel wie den Originalfund oben zugrunde legt:

Ein Polster/Decke UNTER dem Sattel zum Schutz des Pferderückens.
Hier war schon mehrfach vom Anpassen der Sättel ans Pferd die Rede. Ich denke, das diese Sattelform mit den seitlichen Trachten durch das Unterlegen einer Decke wie dem gezeigten Woilach sehr viel mehr unterschiedlich gebauten Pferden passte, als das bei modernen Sätteln der Fall ist, die ja größenteils maßgemacht sind. Maßsättel halte ich für unsere Zeitspanne für sehr unwahrscheinlich, da die Pferde sicherlich öfters gewechselt haben, als es heute der Fall ist. Sprich, man wird häufiger das Pferd als den Sattel gewechselt haben.
Parallelen dazu bieten Sättel aus dem 2. Weltkrieg, die nach einem ähnlichen Prinzip gearbeitet sind.

Dann brauchen wir logischerweise auch ein Polster für den Reiterhintern, dass dann ÜBER dem Sattelkonstrukt liegt. Auf blanken Brettern kann selbst ein hartgesottener Templer nicht lange hocken. Dies könnte dann besagtes Sattelkissen sein.

Was das Reiten mit Bruche angeht:
Ich halte es zwar für möglich, aber problematisch.
Das Hinterteil dürfte sich in der Bruche noch ganz wohl gefühlt haben, sitzen im Sattel sollte problemlos möglich sein, auch auf längeren Strecken.

Allerdings dürfte es Reibungspunkte an der Oberschenkelinnenseite geben, wo die Beinlinge enden. Zwar war der Reitstiel ein anderer als heute, aber wer einmal länger geritten ist weiß, wie schnell die kleinste Falte in der Hose zur Quälerei werden kann.

Bei Lehnert wird eine spezielle "Reit(unter)hose" beschrieben, aus Leder gefertigt. Ich halte das für einen interessanten Ansatz, wobei ich mich allerdings fragen muss, wo ich da mit den Beinlingen geblieben bin??
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 14. Oktober 2009, 16:01:29
Zitat
Original von Johannes vom Gollenstein
Allerdings dürfte es Reibungspunkte an der Oberschenkelinnenseite geben, wo die Beinlinge enden. Zwar war der Reitstiel ein anderer als heute, aber wer einmal länger geritten ist weiß, wie schnell die kleinste Falte in der Hose zur Quälerei werden kann.

Bei Lehnert wird eine spezielle "Reit(unter)hose" beschrieben, aus Leder gefertigt. Ich halte das für einen interessanten Ansatz, wobei ich mich allerdings fragen muss, wo ich da mit den Beinlingen geblieben bin??

Da hatten wir schon mal eine längere Diskussion drüber - will deshalb hier auch nicht weiter darauf eingehen, nur ein paar Stichworte:

Die moderne enge Reithose mit Lederbesatz am Po und Oberschenkelinnenseite heißt auch heute in England noch "Breeches" - und das war im MA das engl. Wort für Bruche!
Das sich der Name also für eine Reithose mit Leder bis heute gehalten hat, kann kein Zufall sein.

Lehnert geht davon aus das es so etwas gegeben haben muß, aber es gibt halt kaum Belege für "darunter" und schon gar nicht für Unterwäsche eines Adeligen - denn es galt als unschicklich sowas zu zeigen.

Aus der Sicht eines Reiters muß es solche Reithosen gegeben haben - anders sind lange Strecken im Sattel gar nicht zu bewältigen.

Gruß

William
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 14. Oktober 2009, 18:43:15
Lasst uns hier bitte beim Thema "Sättel" bleiben. Das mit der Bruche ist zwahr ebenfalls sehr interessant, wurde aber, wie William ja schon gesagt hat, bereits diskutiert.
Titel: Sättel
Beitrag von: Daniel am 20. November 2009, 11:00:28
Hier mal fürs 12 Jahrhundert diverse Quellen zum Thema Sattel:

http://www.montjoie.org (http://www.montjoie.org/exercitus_aquitanorum/realisations/Objets/sella/sella.htm)


Gruß
Daniel
Titel: Sättel
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 20. November 2009, 11:17:05
Ein wirklich sehr guter Link!
Er beantwortet ja eigentlich alle unsere Fragen.
Es gab demnach, wie wir schon vermutet hatten, sowohl ein Sattelkissen (für den Reiter überm Sattel) als auch eine Schabracke (für das Pferd unter dem Sattel).
Titel: Sättel
Beitrag von: William am 20. November 2009, 11:42:47
Ja wirklich sehr schön und wie es der Zufall will, habe ich gestern beim Stöbern eine neue Primärquelle zu dem Thema gefunden!

Ein Wandrelief aus einer Templerkirche (leider ist nur aus der Bildbeschriftung der anderen Bilder grob herauslesen wo das Orginal sein könnte):


hmmmpff sry entweder ist es kopiergeschützt oder ich bin zu blöd - es läßt sich nicht darstellen - ich versuche den link einzustellen!

http://www.flickr.com/photos/marialuisa/3422935867/in/pool-theknightstemplar

uff schwere Geburt - nun nach 12 edits sollte es klappen! *jokely*

Hier sind deutlich Pferde mit Sattel zu sehen und da es aus einer Templerkirche ist, sind die Reiter wohl Templer (leider keine Angaben dazu)

Evtl  bekommt es jemand mit mehr Ahnung vom internet ja hin das Bild da in guter Darstellung rauszuziehen!
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 20. November 2009, 18:04:46
.... Templer mit großen Köpfen die auf Hunden reiten .... trifft es wohl eher  *jokely*
Titel: Sättel
Beitrag von: Charles v. säbelberg am 11. Dezember 2009, 17:07:59
Weehrte Brueder,

habe zu diesem Thema jetzt ,leider durch zufall,daher zu spät,einen Film im BBC History Kanal(gibst den auch in deutscher Zunge) gesehen.Da wurde ein Reitstall in England gezeigt der Pferde,besonders halt Kaltblueter,zu Ritterpferde ausbildet,fuer Shows.Die reiten Hindernisse um(Vogelscheuchen)beissen und treten auf Zeichen und schagen aus.war toll gemacht.Sie sagten das was Brueder Lancelot auch sagt,das geht am besten mit Hengsten,nicht mit Pferden die nur noch Onkel werden können.Auch interressant das sie auch den seitwärtsgang uebten um Hindernissen,wie tote Pferde auf dem Schlachtfeld auszuweichen.Sie zeigten auch das durch viele Hindernisse die Kraft eines Schwadronangriffs stark gemindert wird.
Sie gingen aber davon aus das auch viele normale Reitpferde in den Ritterorden so ausgebildet worden seien nicht nur Kaltblueter,um in einem plötzlichen Angriff gewappnet zu sein,wenn ein wechsel der Pferde nicht möglich mehr war,das wuerde bedeuten das sehr viele Hengste zum einsatz kammen,den nur diese haben die aggressivität dazu.Leider konnte ich den Namen der Reitschule nicht erfahren da ich durch zufall beim Zippen auf die Sendung gestossen war.
Die Sättel waren ein A,diese bezogen sie von einem Sattler aus Belgien-Buellingen(Grenze zur Deutschland.Der Name der sattlerei
  "Lukas P.M. Hodiamont.
Wahren super Rittersättel.

Gott zum Grusse

Charles
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 12. Dezember 2009, 11:24:26
Die Sättel dieses Sattlers sind auch nicht ganz "A" - sie sind auf einem Westernsattel aufgebaut und für ritterliche Zwecke adaptiert.

Aber jedenfalls eine geniale Lösung !

Leider ist dieser Herr bereits im Ruhestand und wegen Mangels eines Nachfolgers gibt es von ihm keine Sättel dieser Art mehr zu beziehen  *sadangel*

Zur Info :
Der Pferdebestand des deutschen Ordens unfasste um das Jahr 1400 an die 13887 Pferde. Davon war die Hälfte große Kriegsrosse und die andere Hälfte Nutzpferde.

Um zu vergegenwärtigen welche enorme logistische Leistung für einen Feldszug der 12 Wochen dauerte, nötig war , hier ein paar Infos:

Für einen 12 Wochen Feldzug sind 1407 Anweisungen des Hochmeisters für die Verproviantierung der Pferde ergangen.

Für die 300 Pferde sollten 1200 Scheffel Hafer (3594kg / täglich 2.5 Pfund a Pferd ) und 1200 Bündel Heu mitgenommen werden.

 Der Transport erfolgte auf 150 2-spännigen Wagen für deren Zugpferde die Bauern, die Gespanndienstpflichtig waren, das Futter selbst mitzubringen hatten.

Die Kraftfuttermenge war auf Grund der Marschanstrengung sehr gering bemessen und mußte unterwegs durch Beifutter ergänzt werden.

Infos aus dem "großen Ämterbuch" aus den Jahren 1374 - 1420.
Titel: Sättel
Beitrag von: Charles v. säbelberg am 13. Dezember 2009, 12:38:39
Weehrter Bruder des DO,

schade mit der Sattlerei,dem ich suche noch eine die gute bezahlbare Rittersättel herstellt,kennst du eine.Wie ist das bei deinen uebergrossen Hunden,den zwei schönen Big Fot,was fuer einen Sattel benutzt du bei dennen.
Wir hatten schon mal an Spanische Reitsättel gedacht,die in der Arena genutzt werden,die kommen in der Optik dem Rittersattel auch nahe.

Ansonsten das mit der Logistic ist ein interressantes Thema was wir mal in einem extra Thread behandeln sollten,den zu zeiten der Ordenritter waren es oft auch belagerungs Schlachten die abliefen und da wurden Tuerme,Katapulte,Handwerker,Schmiede  und wiss nich was alles mit gefuhrt,also ein riesen Tross.Ich finde ein spannendes Thema,wurde auch schon mal vor zwei jahren von einem Besucher gefragt,"Wie haben die das alles in der Wueste transportiert,es gab ja nicht so Wald wie hier wo man baumaterial bekamm und auch in den Beduienenlager gab es nicht genuegend Lebensmittel die fuer so einen Tross reichen,man konnrte nicht durch Pluendern logistische Probleme ausgleichen."

Gott zum Grusse
Charles
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 13. Januar 2010, 16:10:05
Auf Wunsch hier nochmal der neue Portugisische Sattel mit optimiertem
Sattelbaum von der Fa. Bentaiga.

Der Sattel sollte in Aussehen, Verarbeitung und Sicherheit den Ansprüchen eines jeden Darstellers zu Pferd gerecht werden.

Qualität hat ihren Preis - 2.200.- €uro sind zwar nicht ganz billig aber auch nicht überzahlt für dieses Teil.
Titel: Sättel
Beitrag von: Charles v. säbelberg am 14. Januar 2010, 12:51:04
Schöner Sattel,mit einem wahrhaft stolzen Preis,dafuer kann man fast zwei Jungritter ausruesten.
Wir versuchen zur Zeit verbindung nach Spanien zu knuepfen um an Spanische Reitsättel(entsprechen in der Form dem auf dem Bild)zu kommen,in gebrauchter Form,wenn wir fuendig geworden sind melde ich mich bei dir.

Gruss an den DO in Österreich

Charles
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 14. Januar 2010, 15:47:25
Allein die Form ist jedoch nicht genug - der Sattel muß dem Pferd ja auch passen und das kann man eben nur feststellen wenn man den Sattel vorort auflegt ....

Daher ist es ja auch so problematisch über eine Plattform einen gebrauchten Sattel zu erstehen.

Ich würde euch von dem Vorhaben einen Sattel aus Spanien einfliegen zu lassen eher abraten - denn wenn er ausgesprochen billig ist, ist es meistens Mist und bei einem teuren Sattel zahlt es sich nicht aus.

Der Preis ist nicht so schlimm - man muss ja damit rechenen, daß der Sattel bei dementsprechender Pflege relativ wenig Wertverlust hat und man ihn eine Ewigkeit reiten kann.

ZB hatte ich meiner Frau einen gebrauchten Westernsattel der Firma Equiflex um 1200.- gekauft. In der Zwischezeit werden diese Sättel nicht mehr produziert und in gut erhaltenem Zustand um 2000.- gehandelt .........

Also einen GUTEN Sattel kann man mehr als Wertanlage sehen und im Interesse des Pferdes ( und im eigenen Interesse ) sollte man da nicht sparen !!!

Gruß ins Land der "Haiden"  *smoky*

Lance
Titel: Sättel
Beitrag von: Charles v. säbelberg am 14. Januar 2010, 17:29:13
Weehrter Bruder,

das mit der Passform ist klar.Wir haben das glueck das einer unserer Brueder in Norwegen/Stavanger auf einer Erdölplattform arbeitet und danach  teilweise in Malaga/Spanien in seinem Haus lebt.Dort hat er kontakt zu einem Spanien der als Hausmeister und verwalter zwei Stierkampfarenas betreut,dort findet kein Stierkampf mehr statt.Und dort sind mehrere Sättel gelagert die wir ausprobieren können und wenn sie nicht passen,können sie zurueck.Der Bruder bringt sie von dort mit,geht weil die Erdölgesellschaft eine eigens gemietete Airlines hat weil viele von ihren Leuten in Malaga leben.So kann er immer 3 Sättel mitbringen.Die Kosten liegen ca bei 500 Euro.Aber wir muessen noch bis Mai warten da er zur Zeit auf der Plattform ist.
Wuerde nie ein QH oder anderes Pferd mit einem nicht sitzenden Sattel quälen.
Ich weiss QH ist nicht "A" aber die Funktionieren,sogar bei Schwertkampf auf Pferd,die drehen so schön auf der Hinterhand.

Gott zum Grusse

Charles
Titel: Sättel
Beitrag von: Lancelot Graf von Rothenfels am 14. Januar 2010, 18:01:11
Alles klar - dann ist ja alles bestens organisiert.

DAS "A" Pferd gibt es sowieso nicht da in ganz Europa so ziemlich alles geritten wurde was 4 Beine hatte  *smoky*
Titel: Sättel
Beitrag von: Thomas aus Hindenburg am 21. Januar 2010, 12:19:19
Salve!

Habe 2 vielleicht interessante Bilder für Euch.

Der grosse Kriegssattel ist aus dem 13-14 Jahrhundert.
…dürfte aber in dieser Form auch schon früher benutzt worden sein. Vor allem, wenn man sich die Abbildungen oder Malereien aus den etwas früheren Mittelalterepochen ansieht.


Der zweite Sattel (hell) ist Ungarisch um ca. 1440. Laut angaben, vermutlich ein Sattel eines Mitglieds des ungarischen Drachenordens, der 1408 von Sigismund von Luxemburg (König von Ungarn) zum Kampf gegen die Türken gegründet worden war.
(Durfte vorwiegend für den berittenen Kampf mit Bogen benutzt worden sein)