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Mittelalter => Mittelalter allgemein => Thema gestartet von: Benedikt von Söllbach am 23. Juni 2008, 07:48:12
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Morgen allerseits!
Ich stelle mir gerade die Frage, ob die Cappa/Garnache, die ja eigentlich Reisekleidungen sind, auch so als Kälteschutz getragen wurden?
Kennt hier jemand Text- oder Bildquellen, von Leuten, die die Kleidungsstücke tragen, obwohl sie nicht reisen?
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Nach etlichen Jahren, erwecke ich diesen Beitrag mal wieder zum Leben. Hast du diesbezüglich schon was erfahren?
Kennst du im übrigen nen Link, wo ich ein Schnittmuster finde? Sicherlich ist der Schnitt an sich sehr einfach, aber bezüglich der Kapuze hab ich grad ein wenig Probleme bei der Vorstellung. *smoky*
Gruß
Hermann
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@Hermann ich werde mein Cappa/Cappe hier nach schneidern http://volk.volkelin.de/index.php?id=60
Stoff ist schon geordert, bald kann ich loslegen.
Eine "Anleitung" für die Kapuze ist auch dabei.
Die Gruppe Volk Volkelîn schreibt auch in der (s.o.) Beschreibung "Mit der Kapuze schützt die Cappe nicht nur vorn und hinten vor Regen und Kälte, sondern auch von oben. "
ich geh davon aus, dass sie auch allgemein als Kälteschutz gedient hat.
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Halte es für sinnig, dass die Cappa hinten länger ist als vorne, damit der Rücken geschützt ist und man vorne die Hände frei hat. Man muss ja damit reiten können.
Die Garnache ist wohl als Surkote zu sehen.
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ich kann aus eigener Erfahrung bei temperaturtechnisch ehr kühleren Belebungen auf der Kanzach( -10 grad und schnee) dass die Kappa da das non plus ultra fürs arbeitende Volk ist, wenn mal draussen was zu tun ist. Gerade weil ein großteil der Wärme über Kopf un Oberkörper abgestrahlt wird ist es extrem wichtig diese zu schützen.
Ich muss aber auch mal in meinem bildarchiv kramen. Ich glaub da gibts irgendwo ne Abbildung wo man einen Hirten mit Cappa im Winter sieht.
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Niclais, hast du deine Cappa eigentlich gefüttert? wenn ja auch mit Wolle oder mit Leinen?
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Danke schon mal für die Antworten. Danke Caitlin für den Link. Ist schon mal nicht schlecht. Allerdings wollte ich meine Garnache/Cappa hinten auch länger als vorne machen.
Das mit der Fütterung würde mich auch sehr interessieren. Wobei Leinen wegen seiner Feuchtigkeitsanziehenden Eigenschaft ja eigentlich nicht in Frage kommen könnte.
Gruß
Hermann
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also prinzipiell wurde es ja auch mit Leinen gefüttert...aber genau wegen dieser Eigenschaft tendiere ich im Moment auch dazu sie mit Wolle zu füttern.
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Da Hermann die Bezeichnung "Garnache/Cappa" verwendet, möchte ich an dieser Stelle vieleicht nochmal ganz deutlich sagen, dass wir hier zwei Kleidungsstücke haben, die beide im Orden genutzt wurden.
Ein Übergewand namens Garnache, das wohl auf Reisen und im Feldlager genutzt wurde UND die Cappa, die auch als Reisemantel und als Wetterschutz diente, aber auch das Kreuz drauf hatte und als Ordenskleid(habit) diente.
Die Garnache dann rein als Outdoor-Kleidungsstück. Ob die Garnache dann auch eine Kapuze hatte, darüber kann man wohl nur spekulieren. Es scheint hier aber ein Surcote zu sein.
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ich hab die Cappa mit leichtem Wollstoff gefüttert. Hat den riesen Vorteil dass sich die beiden Wollstoffe bei Nässe gleich verhalten und somit auch mal beim Waschen kein Problem entsteht.
Leinen wird nunmal gerade bei einem Kleidungsstück das draußen bei Nässe und Kälte getragen wird sehr schnell klamm.