Templerforum - Das Forum des Templernetzwerkes
Alles andere => Allgemeines => Thema gestartet von: Charles v. säbelberg am 13. Juni 2008, 18:51:41
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Weehrte Schwestern und Brüder,
ob für die einen Sündenfall,für die anderen nicht ist egal.Der Konvent hier in Skandinavien hat ergeben das es ab sofort eine Präzeptrix hier geben wird.In einstimmiger Wahl wurde Ritter Dominique de Ardech zur Präzeptrix hier gewählt.So bald sie vom Schlachtfeld zurück ist wird sie das Amt antreten und das finden wir hier alle gut so.Wenn die Spanier das können,wieso nicht auch wir Schweden.
Ich hoffe wir fallen dadurch nicht in Ungnade bei der Teutonischen Zunge des Ordens und hoffen auch das dies ein ansporn für andere Schwestern ist.
Gott zum Grusse
Charles
bleibe weiterhin Komtur der KomtureyNydala
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*sadangel*
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Werter Bruder Charles,
ich denke, daß es Gründe dafür gibt eine Präzeptrix zu wählen und diese Gründe müssen nicht hinterfragt werden. Ein mutiger Schritt und vielleicht einer der ermutigt.
Überbringt Dominique de Ardeche meine Grüße und Glückwünsche.
Grüß
Berthold
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ähem ja....aufklärung bitte!!!
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Was hat das mit Sündenfall zu tuen?
Freue mich zu hören das es Dominique de Ardeche gut geht meine Gedanken sind bei Ihr. Grüße sie von mir.
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Weehrte Brüder,
das mit dem Sündenfall war ironisch von mir gemeint.Fuer uns hier oben ist es gut und ganz normal das eine Schwester dieses Amt bekleidet.Denn dies gab es in der Geschichte in Rouel/Spanien ja auch mal im Orden.
Gruss an alle von Dominique,sie wird ab Juli wieder an Bord sein,bis dahin hat sie es noch was mit islamischen Gotteskrieger zu tun.
Gott zum Grusse
Charles
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ich verstehe nur bahnhof
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@ Heinrich: In Schweden wurde eine Präzeptur gegründet, zum Präzeptor wurde eine FRAU gewählt. Da dies nicht dem historischen Vorbild entspricht, bezeichnete er es scherzhaft als "Sündenfall".
@ Charles: Möge die Präzeptrix weise und gerecht ihre Rolle erfüllen. Beste Wünsche für die Zukunft an eure Präzeptur.
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Also erst einmal herzlichen Glückwunsch!
Mich würde interessieren, ob sich dieses nur auf die Darstellung bezieht. Wenn ja, stellt die mutige Frau dann einen Mann dar? Sollte sich dieses Amt eher auf die Verbindung von Komtureien zur besseren Zusammenarbeit beziehen, wäre das Geschlecht ja eh ohne Belang.
In jedem Fall ein Grund mehr für mich, Schweden wieder zu besuchen. Vielleicht können wir ja unsere Erfahrungen austauschen?
Also dann noch einmal alles gute für diese schwere Amt,
Midan.
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Weehrter Präzeptor Midan,
beides,es bezieht sich auf die Darstellung(Vorbild Rouel/Spanien)und natürlich in der Funktion als Chef der Komturey und deren Zusammenhalt.
Gott zum Grusse
Charles
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Erst mal meine Glückwünsche auch von mir :)
Habt ihr da eine besondere Ordenstracht für sie oder hat sie die normale 'männliche' ?
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Erstmal auch Glückwunsch von mir.
aber:
ein historisches Beispiel ist falsch und an den Haaren herbei gezogen.
In Spanien hat eine Frau eine Komthurey geführt, das ist richtig!
Aber als Verwaltungseinheit , bestimmt nicht als "Ritter"
Bei Frauen in männlicher Ordenstracht streuben sich mir immer noch die Haare!
Wer mir sagt man würde es nicht unterscheiden können muß Blind oder Betrunken sein.
Ob Stimme, Bart allgemeine Körperformen oder Bewegung.
Wir leben zwar in einer anderen Zeit , wollen aber doch Geschichte darstellen .
Dies bestätigt mir das es gut ist keinen Templer darzustellen.
Als Präzeptrix als Verbindungsglied zwischen einzelnen Gruppen ist eine Frau bestimmt eine gute Wahl!
Aber in der Darstellung als Ritter in der ersten Reihe?
Ich hoffe das ich den Damen (im Rittergewand) nicht zu nahe getreten bin das ist halt die Meinung eines alten Dinos.
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Weehrte Sareth,
natürlich Darstellung in der weiblichen Form,dazu suchen wir noch Bilder der Templer Nonnen oder hast du Bilder der Seniora in Rouel/Spanien.
Weehrter Dietrich,
das ist kein Grund den Templer an den Nagel zu hängen und ein alter Dino bis du auch nicht.
Aber die Dame in Rouel hat nicht nur eine Komturey geleitet sondern ein zusammenschluss von Komturey,deswegen war sie Präzeptrix und nicht Komtur.Ausserdem waren in dieser Zeit die Komturey in Spanien,wegen dem Kampf gegen die Mauren Garnisonen und nicht nur Verwaltungseinheiten,so wie in Frankreich und Deutschland.
Wir gestehen aber ein das sie kein Riter war,aber sie führte allen anschein nach Garnisonen.Und so will Dominique es auch darstellen und zwar nicht als Ritter sondern als Präzeptrix.
Gott zum Grusse
Charles
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@Charles: es gibt keine Darstellung einer Templernonne, von der ich wüßte. Die immer wieder angeführten Bilder von der "Religion de la Passion du Sauveur" sind erst aus dem 15. Jh. und haben nichts mit den Templern zu tun.
Ich hätte auch gerne ein authentisches Bild....^^
@Dietrich: Frauen in männlicher Ordenstracht, das fällt auf -- ja, klar, bei den meisten bestimmt, trotzdem würd ich sagen gibt es Frauen, die man locker wenigstens als Knappen durchgehen lassen kann, vom Aussehen her. Okay, Bart wird schwierig :D aber nuja, wenn die Bübchen sehr jung sind, haben die ja auch keinen :D
Also mich hat man meistens für einen Jungen gehalten, bis weit in die 20 rein, von wegen ultrakurzem Haarschnitt, Gesichtsschnitt, Klamotten und wahrscheinlich mega- unweiblicher Gangart.
Naja, wollts nur anmerken.
Konsequenterweise müsste man bei männlichen Darstellern auch die langen Haare verbieten, weil sowas es auch nicht gegeben hat in einem Orden. Aber nun will ich nicht alles sooo eng sehen.
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es gibt keine Darstellung einer Templernonne, von der ich wüßte
Also im "heiligen Buch" des Deutschen Ordens von ehemaligen Großmeister Pater M.Tumler ( und der hat sein Leben lang den DO und seine Geschichte studiert ) ist auf Seite 385 folgendes zu lesen :
" DEUTSCHORDENSSCHWESTERN"
(Nachweis : DORegel Kap 31, DORGew über Meer V/1, bei Perlbach1,c 136. )
Die alten Mönchsorden hatten durchgehends auch einen weiblichen Zweig. Erstand unter der Leitung des Männerordens und hatte seine Häuser oft unmittelbar neben den Konventen der Brüder. Daß die alten Hospize gleichfalls Brüder und Schwestern hatten wissen wir aus den Hospitälern des Bruder Gerhard, der deutschen zu Jerusalem und dejenigen zu Sterzing.
Der Johaniterorden nahm Schwestern gleichfalls auf . AUCH DIE TEMPLER SCHEINEN ANFANGS SCHWESTERN GEHABT ZU HABEN - VERBOTEN ABER DANN DEREN TEILNAHME GÄNZLICH.
Bei den Johannitern galt das zwischen 1243 und 1259 erlassene Gesetz : Wirgeben den Prioren Vollmacht, Frauen von ehrbarem Lebenswandel, aus rechtmäßiger Ehe und edler Abstammung zur Profeß zuzulassen.
Die Templerregel dagegen bestimmte : Der Verkehr mit Frauen ist gefährlich, weil der Teufel - der alte Feind - mehrere durch den Verkehr mit Frauen vom rechten Weg abgebracht hat. Es sollen daher in Zukunft Frauen als Schwestern in den Orden des Tempels nicht aufgenommen werden. ( Nachweis: Gli Statuti della S.Religione die San Giovanni Geros 15, Körner 1. c . Kap. 70, Prutz: Die geistl. RO 315 f. )
Hier ist also klar nachgweiesen, daß bei den Templern keine Frauen in diese Positionen gelangen durften.
Wenn ich aber diese Regelung mit einer Ausnahme entkräfte, können sich alle Regeln mit Ausnahmen entkräften lassen !!!
Was hat aber dann für uns nachweislich bestand und wonach richtet sich der auf "A" ausgelegte Reenactor ??? *pope*
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@Sareth
wenn du jemandem erlaubst Knappe zu sein muß du auch bereit sein ihn später zum Ritter zu schlagen.
lange Haare schau mal die Bilder des letzten Großmeisters an!
Kurz ist immer relativ zusehen.
@Charles
Erstmal gut zu hören das sie nicht als Ritter in der ersten Reihe stehen will , zum Gewand fragt doch Mutter Elisabeth mal.
Reden wir über das gleiche Beispiel über Ermengarda d Oluja
Das ist mir der einzig bekannte wo eine Frau Komturin geworden ist, und dieses war bestimmt keine Garnison sondern eine Doppelkommende, ergo zwei Klöster eins für Männer und eins für Frauen.
Ob da Ritter und Kriegsknechte waren wage ich zu bezweifel.
Man stelle sich eine Ordensschwester mit Schwert vor
Zur Geschichte:
Ermengarda d Oluja und ihr Ehemann hatten sich dem Orden geschenkt und lebten im Ordenshaus von Barbera in Katalonien; als sie Witwe wurde, legte Ermengarda die Gelübde ab und wurde Ordensschwester.
Ermengarda wurde 1198 zur Komthurin(preceptrix) der Kommende Rourell (im Erzbistum Tarragona) ernannt; eine Doppelkommende, wieeine Oblationsurkunde vom 11 August 1198 zeigt, inder sich Berengario Duran der Ritterschaft vom Tempel "gibt" in Gegenwart von "Dame Erengarda de Uluja (Oluja)",Schwester der Ritterschaft vom Tempel und derzeit Komturin des Hauses Rourell.
Dies ist nach zu lesen in Alain Demurger's
Die Ritter des Herren Geschichte der Geistlichen Ritterorden
Isbn 3 406 50282 2
als Quellenangabe gibt er
F.Tommasi,"Uomini e donne negli ordini militari di Terasanta. Per il problema della case doppi e miste negli ordini giovannita, templare e teutonico (secc. XII - XIV ) in Doppelklöster und andere Formen der Symbiose männlicher und weiblicher Religiosen im Mittelalter, hg . von K.Elm und M.Parisse, Berlin1992,Seiten177 bis 202
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@Lancelot: Ich bin mir nicht hunderpro sicher, aber ich glaube, daß Statut "keine Schwestern" der Templer entstand NACH dem "Fall Rourrel", Es steht ja da auch drin, 'von nun an .... sollen keine Schwestern mehr zugelassen werden'. Aber wie gesagt, bin mir nicht ganz sicher at the moment.
@Dietrich: Ich meinte Leute mit RICHTIG langen Haaren á la Legolas aus HdR (habe ich schon gesehen, z.B. auch bei span. Reenactern) Bilder vom letzten Großmeister..... ja.... aber WANN entstanden die denn? Die sind ja nicht authentisch, genausowenig wie die Bilder von Papst Clemens, die zirkulieren, obwohl man von dem ja wenigstens galub ich noch das Grabeffigie hat. Also das ist mit Vorsicht zu genießen, denn solche 'Porträts' verpassten den Leuten gerne das Outfit der Entstehungszeit.
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Da kann ich Sareth nur zustimmen denke auch das die Regel später entstanden ist.
Mit den Haaren wäre ein Thema für sich nur kurz es ging ja bei den Templern darum nicht eitel zu wirken.
Langes Haar ,gut gepflegt vieleicht noch Zöpfen oder Locken darin ist etwas anderes wie Schulterlanges Haar das sogar unter der Kettenhaube Schnitte eindemt.
Wehrter Lancelot ausnahmen bestetigen die Regel .
Dies ist auch der einzige bekannte Fall .
Obwohl die Dame in ihrem Frauenkonvent bestimmt nicht alleine war.
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Ich dachte, der besagte Artikel steht in schon in der Regel von Troyes, und die entstand doch um 1128; also vor Rourell?
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Aus der deutschen Übersetzung der lat. Regeln, welche mir Benedikt zur Verfügung gestellt hat, ist folgendes entnommen:
LIV. Es ist hinfort nicht gestattet, Schwestern zu haben.
Es ist gewiß gefährlich, weiterhin sich Schwestern anzuschließen, da der alte Feind sehr viele durch den Verkehr mit Frauen vom rechten Pfad zum
Paradies abgebracht hat. Deshalb, teuerste Brüder, sei es in Zukunft nicht gestattet, diese Gewohnheit beizubehalten, damit die Blüte der Reinheit immer
unter euch aufscheine.
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Hier geht es nicht um die Regel die fast jeder kennt und die auch nur eine Abschrift ist ,
darüber haben wir schon zu genüge dikutiert (bitte im Archiv nachsehen )
Sondern um Stellungname ob Frauen in der Darstellung heute ein so Amt darstellen sollen und wenn wie!
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Mein Post von den Regeln war nur um die Aussage von Benedikt zu legitimieren, welche er sicher nur wegen deinem Kommentar gemacht hat.
Original von Dietrich zu Veynau
Da kann ich Sareth nur zustimmen denke auch das die Regel später entstanden ist.
Das die Frauenfrage in der Darstellung inklusive der Regel ausführlich diskutiert wurde ist allen glaub ich bekannt. Deshalb frage ich mich auch weshalb dieser Thread über den Wechsel des Posten in Schweden überhaupt soweit in Richtung der richtigen Darstellung des Amtes geht.
Ich denke: Wir alle kommen wieder auf den Schluss dass es sicher wegen dieser Regel, die aus den Anfängen besteht, nicht viele Schriftliche und Bildliche Belege für so ein Amt zu finden sind.
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Original von Benedikt von Söllbach
Ich dachte, der besagte Artikel steht in schon in der Regel von Troyes, und die entstand doch um 1128; also vor Rourell?
Sicherlich wird man in den frühen Regeln solch eine Festlegung mit viel Inbrunst und dem strikten Willen sie auch einzuhalten aufgenommen haben.
Aber ich möchte hier einen großen Mann zitieren, der einmal sagte: Niemand sollte sich darüber erbosen, daß ich meine Meinung gelegentlich wechsle. Schließlich kann mich nichts davon abhalten jeden Tag ein wenig klüger zu werden.
Wahrscheinlich haben auch die Tempelherren im Laufe ihrer Existenz gemerkt, daß es so ganz ohne Frauen nicht geht, vor allem nicht, wenn man die Männer immer wieder im Outremer verheizt. So muß es doch nicht wundern, wenn Frauen nicht nur die Arbeit in den Kommenden machen, die in Europa den wirtschaftlichen Erhalt des Ordens sichern, sondern, daß einige auch noch so gut machen, daß man den Ritterbruder als Komthur glatt einsparen kann und den lieber wieder zum Kämpfen in´s gelobte Land holt.
Es hat so was gegeben und alle wissen es, aber es darf nicht sein. Ich mag diese Diskussion nicht mehr.
Kopfschüttel
Berthold
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Gruss an alle von Dominique,sie wird ab Juli wieder an Bord sein,bis dahin hat sie es noch was mit islamischen Gotteskrieger zu tun.
Den Satz verstehe ICH jetzt nicht...
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Weehrte Brüder,
ich glaube auch,so wie Bruder Berthold,das das Thema ausgibig behandelt wurde.
Weehrter Dietrich,duhast ja recht in der geschichtlichen Wertung des falls Rouel,aber es waren ja fast Front Komtureys im Kampf gegen die Mauren und die Komtureys in Spanien waren fast immer mit waffenfähigen Brüder besetz.
Lieber Nicolas,Dominique ist als Offizier der Schwedischen Airborne Grupp zur Zeit im Tschad und war zuvor in Afganistan im Einsatz.Das halbe Jahr Auslandseinsatz ist nun bald vorbei.
Gott zum Grusse
Charles
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@Charles: dann werde ich sie, unbekannterweise, in meine Gebete mit einschließen...
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Berthold, nur um nicht missverstanden zu werden; es gibt ja wie schon erläutert, Beispiele für Frauen in der nähe und innerhalb des Ordens.
Es war aber sicherlich nicht üblich, sonst gäbe es mehr Aufzeichnungen darüber.
Auch dass die Regeln nur Abschriften sind, ist bekannt, aber man kann gewisse Entwicklungen zwischen den Regeln erkennen. Ganz deutlich tritt das z.b. bei den Exkommunizierten Rittern zu Tage. Der Großteil der Artikel blieb jedoch auch in späteren Abschriften unverändert, zumindest, wenn man Demurger und Upton-Ward glaubt.
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.............wo unter dem Strich wieder mal bewiesen wäre, daß man nicht nur stur nach den Regeln, Schriften und Aufzeichnungen gehen kann ( und darf ) sondern "den Ausanhmefall" oder "die Ausnahmefälle" sehr wohl zu akzeptieren und als gegeben hinzunehmen hat.
So wie es hier der Fall ist, sind noch sehr viel mehr Beispiele zu nennen
( Ausrüstung , Bekleidung und und und ) wenn man in den Tiefen des Forums gräbt.
Flexibilität und der Glaube in diese Gabe der Altvorderen sollte in unserer Darstellung als eine Tatsache eingefügt werden !
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Stellt sich halt noch die Frage, warum man genau diese eine Ausnahme, die es in fast 200 Jahren einmal gab, darstellen will.
Auch halte ich die Annahme, dass es sich bei allen spanischen Komtureien um "Garnisonen" handelte für etwas naiv und nach dem Motto "Das passt mir gut, so war es".
Auch im heiligen Land gab es Landgüter und Mühlen des Ordens, die keine Burgen waren.
Weiterhin gibt es keine Quellen über das Aussehen von "Templernonnen", wobei diese Frauen in Spanien wohl eher Ausnahmen waren und bei den Nonnen von Mühlen, stellt sich immer noch die Frage, ob es nicht Donaten waren.
Nur weil da ein "Frauenhaus" unter den Schutz einer Templerkomturei gestellt wurde und die dann nach der Templerregel lebten (hatten wohl keine andere), waren es ja keine Frauen, die Militärdienst leisteten.
Habt ihr schon mal dran gedacht, dass diese Präceptrix in Spanien vieleicht die "Chefin" eines "Witwen-Kaffekränzchen-Vereins" war.
Ich vergleiche das jetzt mal mit meiner Arbeit. Nur weil eine Frau in einem DRK-Altersheim wohnt, hat sie nichts mit dem DRK-Rettungsdienst zu tun.
Genauso sehe ich das mit diesen "Templerinnen". Nur weil da Frauen in einem Haus des Ordens gewohnt haben, haben diese doch nicht unbedingt was mit den Waffenbrüdern des Templerordens zu tun gehabt.
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Original von Berthold von Krukow
Original von Benedikt von Söllbach
I
Wahrscheinlich haben auch die Tempelherren im Laufe ihrer Existenz gemerkt, daß es so ganz ohne Frauen nicht geht, vor allem nicht, wenn man die Männer immer wieder im Outremer verheizt. So muß es doch nicht wundern, wenn Frauen nicht nur die Arbeit in den Kommenden machen, die in Europa den wirtschaftlichen Erhalt des Ordens sichern, sondern, daß einige auch noch so gut machen, daß man den Ritterbruder als Komthur glatt einsparen kann und den lieber wieder zum Kämpfen in´s gelobte Land holt.
Es hat so was gegeben und alle wissen es, aber es darf nicht sein. Ich mag diese Diskussion nicht mehr.
Kopfschüttel
Berthold
Bruder Berthold,
Ihr sprecht mir aus dem Herzen.
Pax vobiscum,
Christian
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Ein kleiner (frecher?) Einwurf ganz nebenbei...
Zur Zeit der üblichen Verdächtigen gab es gar kein "Spanien"... *smoky*
Martí
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Ich geb auch noch mal meinen Kommentar ab, dann hat sich für mich dieses Thema erledigt.
---> Altenheim, Kaffeekränzchen, Witwensitz:
Ja, es gab durchaus Witwen, die sich in den Schutz irgendeines Ordens stellten - das ist in den Quellen deutlich vermerkt. Die legten keien Profess ab und trugen NICHT das Ordensgewand.
Wenn aber eindeutig vemerkt ist, daß jemand die vollgültige Profess ablegt und nach einer Ordensregel lebt, sind das KEINE Donati oder Affiliierten.
So, der langen Rede kurzer Sinn: es gab ein paar Ausnahmen - und Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel ;)
Ich finde desweiteren (reißt mir ruhig den Kopf ab), daß diese Diskussion irgendwie überflüssig ist und nicht ins 21. Jh. gehört, in dem wir nun Gott sei Dank oder auch nicht , leben. Und wenn Schweden der Ausnahmefall wird, dann laßt ihn doch, niemand ist ja gezwungen, es nachzumachen.
Sorry, wenn ich etwas angesäuert klinge. Nein, icih fühle mich nicht persönlich auf den Schlips getreten, ich wollte es nur allgemein mal kundtun.
Genau der Grund, warum ich NICHT auf einem Templertreffen auftauchen werde, sondern mich lieber wieder auf Star Trek-Treffs herumtreibe ;)
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So ist es liebe Sareth,
aber viele wuerde es sehr freuen dich mal persönlich auf so einem Templertreffen kennen zu lernen.Den viele sind schon im 21 Jahrhundert angekommen.Also mach dir keine sorgen.
Weehrte Mitbrueder,
Und fuer uns hier im Norden ist klar das es diese Lady gab,also kann man sie auch Darstellen und das Spanien zur damaligen Zeit in Aragon ,Castillien,Katalonien und Maurenland aufgeteilt war wissen wir auch.Den bei 24 Stunden helligkeit im Sommer hat man viel Zeit zum lesen.Ansonsten stimmt es,es passt uns voll in den Kram,den so konnten wir einstimmig eine bewährte Person auf diesen Posten wählen.
Ansonsten achten wir auch die Regeln,nur wir lassen in der Darstellung auch die Wirklichkeit einfliesen und die war halt manchmals anders.
Also immer locker bleiben und nicht so verkrampf an die Sache gehen,ansonsten lohnt die Diskusion nicht den es ist unsere Art der Darstellung und unser handeln.
Gott zum Grusse
Charles
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Genau der Grund, warum ich NICHT auf einem Templertreffen auftauchen werde, sondern mich lieber wieder auf Star Trek-Treffs herumtreibe
Verzeih Sareth, ich verstehe Deine Aussage und (oh ja, sehr gut sogar) Deine Reaktion. Genau das ist aber das Problem. Wenn jeder der Toleranz predigt sich zurückzieht, bleibt eben nur der Rest übrig. Als wir dieses Treffen ins Leben riefen, geschah es speziell zum Verständnis und zum Meinungsaustausch. Ich denke im Namen der Teilnehmer zu sprechen, das der Erfolg uns recht gegeben hat. Nun, zum 2. Templertreffen, ist die Resonanz umso stärker. Und genau da brauchen wir auch diese Stimmen. Bruder Michel hat dies 2. Treffen in die Hand genommen und es liegt nun an uns es ebenfalls zu einem Erfolg zu bringen.
Und - ich hätte Dich auch gerne dort persönlich kennengelernt.
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ich hätte Dich auch gerne dort persönlich kennengelernt.
Wie viele andere sicher auch. Ich würde mich z.b. gerne mal mit dir über Urheberrecht bei wissenschaftlichen Werken unterhalten :D
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Urheberrecht? Wieso? *mega-mißtrauisch werd*
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Na, weil ich ein kleines Büchlein nahezu fertig habe, das ich bald veröffentlichen will.
Die Frage stellt sich nur, in wie fern ich es veröffentlichen kann, ohne Bilder rausnehmen zu müssen.
Da gehts also ums Bildzitat etc.
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Ich habe ja kein Problem damit, dass Frauen Ritter darstellen.
Für diejenigen, die es nicht wissen, Gabriel von Kettenhofen war ja auch mein Knappe und ich habe sie zum Ritter geschlagen uns sie stellt einen Gastritter des Ordens dar.
Ich befürchte halt auch nur dass so eine Darstellung einer Präceptrix nicht historisch korrekt gemacht werden kann.
Wir wissen zwar nicht genau, wie so eine Templerin ausgesehen hat, aber sicherlich hat sie keine Rüstung getragen, auch hat sie keine Ritter in die Schlacht geführt und einen weissen Mantel dürfte sie auch nicht getragen haben, also wie bitte stellt ihr euch die Darstellung einer solchen Präceptrix vor ?
Um es mal realistisch zu sehen, diese Präceptrix dürfe ja nix anderes gewesen sein, als eine weibliche Verwalterin mehrerer Landgüter mit Knechten (Dienenden Brüdern) und evtl. Schwestern unter sich.
Auch die Halbschwestern des Deutschen Ordens waren nix anderes als Mägde, die sich um die Krankenpflege und um das Vieh gekümmert haben.
Gruß Heinrich
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Original von Berthold von Krukow
Original von Benedikt von Söllbach
Ich dachte, der besagte Artikel steht in schon in der Regel von Troyes, und die entstand doch um 1128; also vor Rourell?
Sicherlich wird man in den frühen Regeln solch eine Festlegung mit viel Inbrunst und dem strikten Willen sie auch einzuhalten aufgenommen haben.
Aber ich möchte hier einen großen Mann zitieren, der einmal sagte: Niemand sollte sich darüber erbosen, daß ich meine Meinung gelegentlich wechsle. Schließlich kann mich nichts davon abhalten jeden Tag ein wenig klüger zu werden.
Wahrscheinlich haben auch die Tempelherren im Laufe ihrer Existenz gemerkt, daß es so ganz ohne Frauen nicht geht, vor allem nicht, wenn man die Männer immer wieder im Outremer verheizt. So muß es doch nicht wundern, wenn Frauen nicht nur die Arbeit in den Kommenden machen, die in Europa den wirtschaftlichen Erhalt des Ordens sichern, sondern, daß einige auch noch so gut machen, daß man den Ritterbruder als Komthur glatt einsparen kann und den lieber wieder zum Kämpfen in´s gelobte Land holt.
Es hat so was gegeben und alle wissen es, aber es darf nicht sein. Ich mag diese Diskussion nicht mehr.
Kopfschüttel
Berthold
Pax Berthold
Sehr mutig zu behaupten was nicht sein darf kann nicht sein.
Wie du schon so unterschwellig festgestellt hast waren die Templer Männer und keine Eunuchen.Ja und diese Regel keiner Frau zu lange in die Augen zu schaun.Na ob das mal geklappt hat bei den Orientalischen Schönheiten im Heiligen Land.
Alles in allem denke ich mal das Frauen bei den Templer eine Rolle gespielt haben in welcher Form auch immer.
Gruß Arn *smoky*