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Mittelalter => Mittelalterliche Rezepte => Thema gestartet von: Thomas, der Verwalter am 16. September 2007, 10:14:17
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Seit gegrüßt Brüder und Schwestern
Ich weis nicht ob sich das mit dem Ofen schon geklärt hat. Habe hierzu aber eine erfahrene Methode die sicher auch schon im Mittelalter bestand hatte.
Man benötigt zunächst ein großes Feuer um ausreichend Glut herzustellen.
Zwischen zeitlich hebt man ein etwas 50 cm tiefes Loch aus.
Der Boden wird dann zunächst mit Glut bedeckt, dann bringt man sein Backgut ein, am besten in ein Topf mit Deckel, wegen der Asche.
Diesen bedeckt man dann ebenfalls mit Glut. Zum Schluß verschließt man das Loch mit der ausgegraben Erde. Je nach dem was man bäckt ist dasnach einer halben - 3 Stunden gar.
Wenn mann die Graskrumme vorsichtig aushebt kann man das ganze auch mit wenigem Schaden für die Umwelt verlassen.
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..und wenn man das Loch ein bisschen tiefer aushebt, kann man seine Vorräte darin wunderbar frisch halten...
Dann wird die ganze Sache allerdings nicht wieder zugebuddelt, sondern das sorgfältig eingepackte (Öltücher?) Gut wird mit Brettern abgedeckt und erst dann mit einer Schicht Erde...
Ach ja...wenn man kühlen will, verzichtet man selbstredend auf die Glut *gg*
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Töpfe dazu:
http://www.camp-oven.de/
unter camp-oven erfährt man so alles über den Gebrauch und im Shop kann man die Töpfe in verschedenen Grössen bestellen.
Sehr interessant im Shop:
Pots and Pants
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Seit gegrüßt Schwestern
Solche Töpfe habe ich *grins* . Sind Erbstücke meiner Großmutter. Nur bei meinen sind die Deckel über den Rand des Topfes gezogen, so fällt keine Asche rein.
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Nun ja ich denke mal das der Ofen so wie du ihn beschrieben hast schon funktioniert. Allerdings hat er meines erachtens nach Grenzen da man beispielsweise keine vernünftige Oberhitze hinbekommt und man sicher auch nicht sonderlich viel auf einmal backen kann.
Wir haben letztes Jahr in Lietzen einen Feldofen ausprobiert der zwar etwas aufwendiger ist da man Steine braucht ansonsten aber eine sehr gute Qualität liefert.
gruß Neithan
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Seit gegrüßt Bruder Neithan
Die Oberhitze bekommst du durch die aufgehäufte Glut. Wenn man länger an einem Ort ist, kann man auch mit Schiefer oder Basaltplatten einen Steinoffen bauen.
Abends kannst du den Stein dann zum wärmen für die Füße nehmen *jokely*.
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Naja aber fürs Mittelalter sind die ja wohl nicht belegbar oder ?
mfg
Lazarus
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Was meinst du sei für das Mittelalter nicht belegbar?
gruß Neithan
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Form und Materrial mein ich.
Lass mich aber gern belehren.
mfg
Lazarus
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Du meinst sicher die Töpfe. Die sind aus Gusseisen, also nicht geschmiedet. Das macht auch die Farbe. Gußeisen gab es schon, war aber sicher nicht sehr verbreitet und ob man daraus Töpfe gemacht hat ist auch fraglich.
Aber sie sind halt praktisch halten die Hitze und man kann mit einen 2. Topf weiter kochen.