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Mittelalter => Mittelalterliche Rezepte => Thema gestartet von: Mutter Elisabeth am 29. August 2006, 14:36:47
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Wenn's in's Lager geht, stehe ich oft ratlos vor meinem Gewürzschränkchen und überlege..
Was darf ich denn einpacken?
Gab es wirklich schon Pfeffer?
Nelken kamen doch auch erst sehr spät nach Europa?
Kann ich den Umstand, dass ich Knoblauch benutze, damit rechtfertigen, dass ich eine Großtante in Rom habe?
Wenn ich weiterhin so mit dem Salz rumplemper, krieg ich doch Ärger mit dem Komthur, oder? Das Zeugs ist doch aasig teuer...
usw.usf.....
Hat irgendjemand aus der begeisterten Küchenfraktion ein paar brauchbare Quellen für die Zeit vor 1300?
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Hallo Mutter Elisabeth,
wir haben auf unserer Websit -in der Bibliotek- eine Lebensmittelliste - steht also und "Lebensmittel" (Wäre hier einfach zu lang alle hin zu schreiben). Vielleicht hilft dir die Liste ja ein wenig beim Kochen ;)
knoblauch gab es schon - ist also kein Problem. Wurde schon in der Antike in Europa eingeführt.
Mit dem Salz könntest du Recht haben.
Pfefferschoten und Paprika gabe es erst nach Kolumbus.
Grüße
Isobel
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Pfeffer gab es, wurde aber teilweise mit Gold aufgewogen. Es gibt massenweise Quellen darüber, da Venedig das Monopol darauf hatte. Pfeffer kam über den Orient von Indien nach Europa. Das Monopol von Venedig war einer der Gründe, warum Kolumbus (der ja nach Indien wollte) seine Fahrt antrat. Der erste, der Venedigs Monopol durchbrach war mWn Vasco da Gama Ende des 15.Jhdts.
Pax
Bruder Rainald
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Liebe Mutter Elisabeth,
bitte hab Mitleid mit unseren Mägen, wenn Du autentisches kochst. Ich geh mal davon aus, das das leibliche Wohl für uns Templer wichtig ist, und daher auch was kosten darf ;), will sagen es kann ruhig Salz und Pfeffer geben.
LG Midan.
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Was hat Paprika mit Kolumbus zu tun? Schließlich stammt Paprika aus Ungarn und mir ist nicht bekannt dass Kolumbus viele Reisen nach Ungarn gemacht hat.
gruß Neithan
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hmmm ungarn? wäre mir neu..oder nur weil funny- chips "ungarischer art"§ mit paprika sind ? *gg*
Meines Wissens kommt die Paprika aus Süd bzw Mittelamerika...
woher beziehst du deine Ungarnaussage?
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Mittelamerika ist schon richtig, jedoch hatte ich auch zuerst Ungarn im Sinn. Hier verhält es sich jedoch, wie mit derr Kartoffel bei uns.
Zurück zum Thema:
Mittelalterliche Kräutergärten
Mit dem Aufkommen des Islam und der arabischen Expansion kam der Gewürzhandel zwischen Arabern und Europäern im 7./8. Jahrhundert weitgehend zum Erliegen. Die wenigen Gewürze, die nach Europa gelangten, waren bald nur noch in den Häusern der geistlichen und weltlichen Fürsten zu finden. Vielerorts musste man sich mit Eigenanbau begnügen.
Um den Anbau von Gewürzpflanzen in den ihm unterstellten Klöstern, Gütern und Reichshöfen zu fördern und in geordnete Bahnen zu lenken, gab Karl der Große (742-814) im Jahre 802 die Vorschriftensammlung “Capitulare de villis et curtis imperialibus” heraus ( http://www.hippodromus.de/Schule/Artikel/Garten/garten.htm ). Darin war genau festgelegt, welche Kräuter und Pflanzen auf kaiserlichem Grund anzubauen seien. Aufgabe dieser Pflanzen sollte es sein, zu nähren, zu würzen, zu heilen, Lebensmittel zu konservieren und Ungeziefer zu vertreiben. So kam es, dass auf den Ländereien des Kaisers u.a. einheimische Kräuter wie Bärlauch, Estragon, Bohnenkraut, Brunnenkresse, aber auch mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Koriander und Salbei kultiviert wurden. Pflanzen aus ferneren Gegenden ließ Karl der Große als Samen, Stecklinge oder Reiser in die nördlichen Reichsteile transportieren.
Auch in vielen Klöstern wurden Kräuter und Gewürzpflanzen gezüchtet. So unterhielt z.B. das Kloster St. Gallen einen berühmten Heilkräutergarten (u.a. mit Kreuzkümmel, Griechisch Heu, Fenchel, Liebstöckel, Minze, Rosmarin, Gartenraute und Salbei) und einen Küchengarten (u.a. mit Sellerie, Koriander, Dill, Schwarzkümmel, Knoblauch und Mohn).
Zu Zeiten Kaiser Friedrich I. “Barbarossas” (1152-90) erforschte die Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) die Heilwirkung und Würzkraft von Pflanzen. *smoky*
Hier die Internetanschrift der Originalseite: http://www.br-online.de/bildung/databrd/gew2.htm/fakten1.htm
Ich hoffe, dass ich helfen konnte.
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Ich werfe den Link hier einfach mal so hin...
Ein schönes Lied:
Scarborough Fair (http://www.scarborough-fair.de/)
Dazu zwei Fotos aus dem Kräutergarten in Altenberg:
(http://img143.imageshack.us/img143/255/rosmarinlx4.jpg)
Rosmarin
(http://img157.imageshack.us/img157/2628/borretschkrutergartenaltenbergcg2.jpg)
Borretsch
Martí
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Man kann mWn praktisch jedes Gewürz (in Maßen) verwenden.
Chili und schärfere gewürze wurden schon früh in der Asiatischen Küche verwendet und die Tatsache, dass die Araber ihre Gewürze u.A über die "Seidenstraße" bezogen macht es uns möglich fast alles zu verwenden. Denn die Templer haben ja zugang (wenn auch gewaltsamen) zu arabischen Handelsgütern gehabt.
In seeeehr geringen Mengen sind also selbst solche Gewürze wie Pfeffer, Curry, Ingwer, Safran und Chilli verwendbar.
By the way gebe ich zu bedenken, dass sich das Wort "Gewürz" mAn vom wort "Wurtz" oder "Wurzel" ableitet, das gibt vielleicht weitere hinweise.
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Pax vobiscum Mutter Eleisabet,
ich habe hier eine kleine Liste,
Die Gewürze aus den damals schon bekannten Ländern dürften auch verfügbar gewesen sein.
Übrigens Salz zählt nicht zu den Gewürzen, sondern zu den Mineralien.
Herkunftsland: Gewürz:
Brasilien Pfeffer, Paprika, Zimt, Piment
Indien Pfeffer, Ingwer, Cardamom, Paprika, Koriander, Kurkuma, Safran
Indonesien Pfeffer, Muskatnuss, Cassia vera (Zimt), Nelken
Malaysia Pfeffer, Cardamom
Kuba Piment
Madagaskar Zimt, Nelken
Ungarn Paprika, Basilikum
Spanien Paprika, Anis
Ceylon/Sri Lanka Muskatnuss, Ceylon Canehl-Zimt, Nelken, Pfeffer, Cardamom, Vanille
Vietnam Zimt, Pfeffer
Marokko Koriander, Kümmel, Lorbeerblätter
Deutschland Kümmel, Majoran, Koriander, Basilikum
China Chilis, Ingwer, Zimt, Knoblauch, Pfeffer, Kurkuma
Guatemala Cardamom, Vanille
Mexiko Piment, Chilis, Knoblauch, Oregano, Vanille
USA Senfkörner, Chilis, Zwiebeln, Knoblauch
Frankreich Basilikum, Estragon, Koriander, Anis, Basilikum, Safran
Ägypten Majoran, Kümmel
Türkei Oregano, Lorbeerblätter
Gruß
Richard
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*leise wein*
*schniefel*
gerade beim letzten, sehr aufschlussreichen Beitrag, komm ich erst recht durcheinander...wann wurde jedes einzelne Land
1.entdeckt...2.gewürztechnisch ausgebeutet...
Dass Salz ein (sehr wertvolles) Mineral ist, war mir schon klar..ist es schlimm, wenn ich es trotzdem zu den Gewürzen zähle?
Muskat geht wohl nicht???????*winsel*
Kümmel ist also in Nordeuropa seit..äh.. nachgewiesen (erleichtert bin)
P.S.: lübster Präzeptor: wenn ihr euch das leisten könnt, koch ich euch güldene Fäden in die Suppe...aber...Menno, ich versuch hier gerade, Haus und Hof zusammen zu halten...
Danke @Thoralf von Lucene für den sehr informativen Link..*stöbern geht*
@Marti: wie immer, sehr schöne Bilder..ich liebe besonders die Borretsch-Blüten (die kribbeln immer so schön auf der Zunge... :D)THX
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Habe mich mit der Herkunft der Paprika vertan und inzwischen auch festgestellt dass sie aus sie aus Südamerika kommt.
Aber ich habe mich dann doch nicht von den Chipstüten beeinflussen lassen.
gruß Neithan
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Hallo, ich halte mich seit Jahren an folgende (z.T. selbst recherchierte) Liste und bin bis jetzt nirgendwo angeeckt:
Gab es nicht:Cayenne
Chili
Curry
Engelwurz
Galgant
Paprika
Piment
Rosa Pfeffer
Sternanis
Vanille
Wasabi
Zitronenpfeffer
Hätte es geben können, wurde aber wahrscheinlich aufgrund der langen Handelswege nicht benutzt:Kapern
Kardamom
Tamarinde
Zimt
Zitronengras
Gab es:
Anis
Bärlauch
Basilikum
Beifuß
Beinwell
Bohnenkraut
Borretsch
Dill
Estragon
Fenchel
Hopfen
Ingwer
Kerbel
Koriander
Kresse
Kreuzkümmel
Kümmel
Kurkuma
Lavendel
Liebstöckel
Lorbeer
Macis
Majoran
Melisse
Minze
Muskat
Nelke
Oregano
Petersilie
Pfeffer (weiß&schwarz)
Pimpernelle
Rosmarin
Safran
Salbei
Sauerklee
Schwarzkümmel
Senf
Sesam
Süßholz
Thymian
Wacholder
Waldmeister
Wermut
Ysop
Müsste jetzt für jedes Gewürz/Kraut nochmal extra nach der Begründung gucken, mach ich auch gerne falls sich Probleme ergeben! Ob diese Gewürze nun besonders teuer waren und deshalb keine Verwendung fanden, habe ich für mich erst mal ausgeklammert, da halte ich es doch mit Midan von Malterstorp!
Ich erhebe auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und falls jemand anderer Meinung ist, so bin ich auf jeden Fall kritikfähig und lernbegierig!
Ansonsten gibt es eine tolle Internetseite, auf der viele Obst-und Gemüsesorten mit Herkunft beschrieben sind: http://www.obst-gemuese.at
Dann natürlich das CDV: http://www.biozac.de/biozac/capvil/karl_f.htm
und eine ganz tolle Seite über Gewürze und deren Herkunft: http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/index.html
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Huih!
So eine Liste habe ich mir in meinen kühnsten Träumen ausgemalt, danke @Lena von Schönau....
Ich werde deine Liste selbstverständlich nicht in Frage stelllen, sondern sie schlicht übernehmen..klingt Alles sehr schlüssig...
Lavendel als Gewürz? Wird sofort getestet..
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also lavendel als gewürz kommt mir bekannt vor. aber beinwell?? das ordne ich eher zu heilkräutern als zu gewürzen...
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Pax vobiscum Elisabeth,
natürlich kannst du Salz zu den Gewürzen zählen. Da ist wohl mal wieder der Gscheidmeier, wie wir in Bayern sagen, durchgebrochen. Aber ich gelobe Besserung.
Nach der Liste von Schwester Lena ist ein Abspecken der Liste wohl überflüssig geworden.
Gruß
Richard
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Ja, nimm nur Beinwell auch mit dazu, ist schon ok.
Als Würze einige wenige kleine Blätter kleingeschnippelt dazu ist sehr lecker und dazu noch gesund.
Gruß
Gabi
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Salvete Schwestern und Brüder!
Hab eine Frage zu Engelwurz! Kenne ich nämlich auch nur als Heilkraut und zwar wurde das mMn schon seit dem 10. Jhd. in Mitteleuropa benutzt, aber ich kann mich täuschen. *pfeifl*
Euer
Ortwin
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@ Ortwin
Siehste, so kanns gehen! Zwei Quellen drei Meinungen....
Das Lexikon der Gewürze schreibt:
stammt aus Skandinavien, seit dem 14. JHd wird diese ausgesprochen aromatische Würzpflanze in erster Linie als vielseitige Heilpflanze angebaut und verschafft seither Linderung bei Erkältungen, Magen-und Verdaungsproblemen
nicht nachgeschaut hab ich wohl im Capitulare, dieses schreibt:
Die älteste Nennung stammt aus Skandinavien aus dem 10. Jahrhundert. Dort wurde die Pflanze anscheinend als Marktware gehandelt. Bis heute ist die Engelwurz in den Ländern am Polarkreis eine geschätzte Heil- und Gemüsepflanze. Die älteste Erwähnung für Mitteleuropa findet sich im Gothaer Arzneibuch aus der Mitte des 14. Jahrhunderts unter dem Namen Heiliggeistkraut. Damals ist die Art in Klostergärten vor allem als Mittel gegen die Pest angebaut worden.
Da die älteste Erwähnung nicht immer mit dem Zeitpunkt der Verwendung einhergeht, kann man wohl tatsächlich davon ausgehen, daß die Engelwurz schon Verwendung fand! ( das wär was für unseren Frater Linus, Engelwurz ist doch sicher im Klosterlikeur drin...) Muss ich gleich mal korrigieren! Danke!
@ Katharina:
Beinwell verwende ich als Gewürz auch nicht wirklich! Du hast schon Recht, ich find das wäre eher eine Heilpflanze! Aber soweit ich weiß waren unsere Vorfahren schon so schlau, daß sie wohlschmeckende Arzneikräuter ab und an dem Essen zugefügt haben...Warum auch extra was zubereiten, wenn ich nähren und heilen gleichzeitig kann? Und gerade im MA waren vielleicht die entzündungshemmenden Eigenschaften des Beinwell überaus förderlich!
Hier gleich mal ein Rezept:
Solange die Blätter noch klein und frisch grün sind (etwa bis Juli), gut gewaschen in wenig Salzwasser wie Spinat dünsten. Mit Reis und Käse die Blätter abwechselnd schichten, als oberste Schicht Reis. Mit Butter bestreuen, Milch begiessen, Pfeffer würzen und bei 190 Grad 25 Minuten überbacken
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naja, reis wird damals noch nicht wirklich so verbreitet gewesen sein, oder? ;) aber hirse eignet sich bestimmt auch dazu.
ich sag ja nicht, dass die heilkräuter nicht als "normales essen" verzehrt wurden. ich denke mir, dass gerade die ärmeren schichten davon gelebt haben... irgendwo hab ich mir mal ein paar kräuter rezepte abgeschrieben ... *pfeifl* (wozu die bücher kaufen???) aber ich find die sachen nicht mehr!!! *sadangel* *wohnungaufnkopfstell*
zu engelwurz: hm... ich frage mich, woher das kraut seinen namen hat... *anengelmacherindenk* vielleicht als art "ma-antibiotika" für danach?
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Reis wurde angeblich schon von Alexander dem Großen nach Europa gebracht! So etwa seit 800 n.Chr. wird Reis im Mittelmeerraum angebaut! Aber er hat sich (außer bei den Mauren) wohl wenig Beliebtheit erfreut!
Tja da stehen wir wieder vor der (für mich ) so schwer zu beantwortenden Fragen: Wie haben die Templer sich ernährt?
Wenn blos mal jemand Aufzeichnungen eines Templer-Koches oder wenigstens eines Proviantmeisters finden würde!!! Dem würd ich glatt um den Hals fallen! Machte es uns doch das Lagerkochen um einiges leichter!
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Hallo Lena,
mit Templerköchen und Proviantmeistern kann ich nicht dienen, aber mit folgenden Link
http://www.trimalchios-fest.de/cartedetable.html
Ich hab die Texte zwar nur kurz überflogen, aber scheint mir recht aufschlußreich zu sein.
Gruß
Richard
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Au Weia!
trotzdem mal Danke für diesen aufschlussreichen Link.
*Angst krieg*
Getreidebrei....bissel Honig........eventuell bissel sauer eingelegtes Kraut......
und damit im Bauch müssen meine Helden dann in eine Schlacht????
Falls meine Jungens das überleben.....
...wird anschliessend die Küchenmagd gemeuchelt...*weinen muss*
@meine Helden:
habt ihr den Link gelesen, Freunde der guten Volksmusik????
..und wenn ich noch mal Klagen über meine Küche höre.........pöh!
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Hallo Richard,
find ich ja witzig!!!
Den Trimalchio hab ich gerade gelesen, weil ich vor nicht allzulanger Zeit die Autorin kennengelernt habe!
Das Buch geht ja leider weit an unserem Jahrhundert vorbei, ist aber wirklich toll gemacht und für Köche und Köchinnen eine wahre Lesefreude!
Alerdings wusste ich nicht, daß Belinda dazu auch eine HP hat, die ich mir demnächst nochmal genauer zu Gemüte führen muss! Im kurzen Drüberlesen hab ich festgestellt, daß dort auch das MA erwähnt wird!
Danke!
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Hallo Lena
Du schreibst Galgant gab es nicht, Kurkuma schon.
In der Wikipedia steht aber folgendes:
Galgant bezeichnet eine Reihe von Heil- und Gewürzpflanzen aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae).
Wenn man dann unter Ingwergewächsen nachsieht, steht dort auch Kurkuma.
Leider bin ich kein Botaniker und stelle deshalb hier die Frage, ob jemand mehr darüber weiß, oder wurde im MA etwas anderes unter Galgant verstanden?
mit verlaub: ein unwissender, rezeptesammelnder
Andreas von Leiningen
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Hmmmm.....
stimmt irgendwie was du sagst....ich zitiere Gernot Kratzer:
Großer Galgant (Alpinia galanga) Herkunft: Südostasien, wahrscheinlich Südchina;
Curcuma (Curcuma longa L.) Herkunft: Süd- oder Südostasien
beides sind Ingwergewächse
Ich kann jetzt leider nicht nachvollziehen, wie ich drauf gekommen bin, daß es das eine gab und das andere nicht....blöd! Zumal ich jetzt (beim recherchieren) ein Rezept für Hypocras mit Galgant gefunden habe!
Ich nehme an da hab ich einen Fehler gemavht! Danke für den Hinweis!
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Man könnte was arabische gewürze betrifft auch jemanden fragen der arabische schrifte aus dem jahrhundert gelesen hat.
bekomme zwar meistens als antwort wird schon seit langem verwendet,
aber was christen im mittelalter nach europa eingeführt haben
und was die araber oder muslime damals schon alles benutzt haben ,
würde sich sehr gut ergänzen. werde nochmal versuchen auch quellen zu bekommen.
Desweiteren hat sich die jüdische küche wohl immer einen kern behalten der nicht verändert wurde, was bestimmte gerichte betrifft
nur wenn die notwendigen zutaten nicht vor ort waren wurden wohl ähnliche genommen
daher könnte man in jüdischen kochbüchern auch wissenswertes erfahren
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Venezianisches Stadtarchiv wenn du zum Gewürzhandel Quellen suchst. Musst du aber sprechen Italiano, sonst sind die dort molto grande unfreundlich und fast alles ist impossibile. *pfeifl*
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@Gerolf:
Im Prinzip nicht schlecht, dein Gedanke, aber bei den auf die schnelle recherchierten Rezepten hab ich jetzt genauso viele Rezepte mit un-"a" Gewürzen gefunden (also Paprika, Chilli ...) wie ohne!
Ich glaube einfach, daß die Jüdische Kultur gezwungen war sich überall dort wo sie vorkommt schnell den Möglichkeiten anzupassen, und solange das Essen kosher blieb (und ich glaube für Gewürze gibt es keine Vorschriften) wurde einfach adaptiert was da war!
Da müsste man mal Quellen für "gaanz alte" Rezepte suchen und finden!