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Alles andere => Allgemeines => Thema gestartet von: Berthold von Krukow am 23. November 2005, 10:59:30

Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 23. November 2005, 10:59:30
Mir schon. :D

Brief eines Radiohörers Der Hintergrund zu folgendem Text:
Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.
Liebe Dr. Laura
Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,
a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
d) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, daß würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibts hier ein wenig Spielraum?
h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, daß das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)
Ich weiß, daß Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, daß Sie uns behilflich sein können.
Und vielen Dank nochmals dafür, daß Sie uns daran erinnern, daß Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.
Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
Jake


cu Berthold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 23. November 2005, 18:58:30
Und was ist an dieser Entscheidung auszusetzen? Homosexualität wurde auch im Templerorden nicht geduldet.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Dietrich zu Veynau am 23. November 2005, 19:40:53
Berthold ,
der Brief ist Klasse *jokely* *jokely* *jokely*
Selten so gut gelacht , das ist die Art Homor die ich mag.
Leider wenig mit dem Thema zu tuen!
Ich habe Berichte und Bücher über Kindesmisshandlung von Priestern gelesen(hauptsächlich in Amerika, aber das spielt hier keine Rolle)
Dabei spielt Homo oder Hetro keine Rolle !!!
Wichtig ist das dem Prister keine Beziehung gegönnt wird!
Bei den Protestanten hört man da recht wenig .
Ich persönlich halte das Zölibatt im Ganzen für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ich kenne Schwulle und Lesben und habe kein Problem mit ihnen .
Eher im Gegenteil sie sind Ausgeglichen und Zufrieden.(die die ich kenne)
Wir sind alle Gleich , nur einige sind gleicher.
Die katholische Kirche macht sich ihr Probleme selber.

Priestwer Seminare haben eine hohe Anzahl an Schwule!
Warum?
Sie müssen sich eh outen und ein fast geheimes Leben führen.
Warum da nicht als Priester?

Aber dies ist Kirchensache und wir haben da bestimmt nicht mit zu reden.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 23. November 2005, 21:52:33
Zitat
Original von volfing
Und was ist an dieser Entscheidung auszusetzen? Homosexualität wurde auch im Templerorden nicht geduldet.
Du hast Recht volfing,
nur das war zuletzt 1307. Inzwischen haben wir 2005. In vielen Ländern sind Paragraphen wie der §175 des Deutschen Bürgerlichen
Gesetzbuches inzwischen rausgenommen worden und die Homosexualität wird weitestgehend tolleriert. Nur in der katholischen Kirche eben nicht und
Dietrich hier der Bezug zu dem Brief
das ist nicht nur bei der Homosexualität so, das ist in fast allen Bereichen so. Zum Glück hatten wir hier in Deutschland die letzte gerichtskundig gewordene Anklage wegen Hexerei schon vor etlichen Jahren, nämlich 1950(!).
Die Bibelaussage,...brennen soll die Hexe ... ist nämlich auch noch nicht revidiert wordenund man könnte sich jederzeit wieder auf solche und ähnlich lautende Aussagen berufen und dann so tun, als wäre die eigene Perversion ja von Gott gewollt, weil sie ja in der Bibel verankert ist.
Momentan richtet benedikt der XVI. sein Augenmerk auf die Schwulen. Wer ist als nächster dran?

Berthold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Dietrich zu Veynau am 23. November 2005, 23:56:28
Na da müssen wir Templer ja wider mal aufpassen!
1950 echt war?
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 24. November 2005, 08:17:34
1950 in einer Norddeutschen Stadt (genaueres später - muß erst noch mal nachgucken)
Es kam zu keinem Prozeß und auch zu keiner Verurteilung aber es mußte natürlich aktenkundig aufgenommen werden, da es zu einer Anzeige kam.
Übrigens ist der Beruf "Hexenbanner" in Bayern noch bis Anfang der 90er Jahre eine im offiziellen Berufsregister geführte Bezeichnung gewesen.

Und alle glauben, das Mittelalter sei vorbei.
Gruß berthold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Matthias Rehm am 24. November 2005, 09:37:08
Sorry ich verstehe die ganze Aufregung nicht:

Homosexualtiät ist unnatürlich!

a. biologisch:
Rein biologisch gibt ist es die beiden Geschlechter nur zur Fortpflanzung und auch eine geschlechtliche Verbindung dient ausschließlich der Fortpflanzung.

b. religiös:
In der Bibel steht auf der ersten Seite!!! "Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau". Somit ist dieser Unterschied von Gott gewollt und fundamental, sonst würde er nicht auf der ersten Seite stehen.

Wie ich mit einem homosexuellen Menschen umgehe, ist eine ganz andere Sache. Und dies wird uns von Jesus ständig aufgezeigt.

Ich kann die Reaktion der katholischen Kirche vestehen, obwohl ich Prostetant bin.
Was ein Mensch wirklich empfindet, weiss nur er selbst. Als Organisation muß ich mich schützen. Dieser Schutz darf aber nicht zur Ausgrenzung führen. Als Theologe mit homosexuellen Neigungen sollte man nicht generell ausgeschlossen werden -  das widerspricht auch dem Christensein - aber gewisse Bereiche sind nicht möglich.
Dies gibt es in einer ganz anderen Variante und zu einem ganz anderen Bereich in der griechisch-katholischen Kirche und in der ganzen orthodoxen Welt: Die Dorfgeistlichen dürfen heiraten, haben dann aber keine Chance mehr zum Bischof oder Partiarchen aufzusteigen. Diese rekrutieren sich aus den zölibatär lebenden Mönchsorden.

Gruß
Matthias


Gruß
Matthias
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 24. November 2005, 10:30:43
Homosexualtiät ist unnatürlich!

a. biologisch:
Rein biologisch gibt ist es die beiden Geschlechter nur zur Fortpflanzung und auch eine geschlechtliche Verbindung dient ausschließlich der Fortpflanzung.


?????????????????

bei den indianern galten homosexuelle als heilig und unantastbar!!!
Unnatürlich?
Wer schreibt vor , was nattürlich zu sein hat und was nicht??!!!!
seit es menschen gibt, gibt es mit sicherheit auch homosexualität , und , mit verlaub gesagt, matthias, finde ich deine stellungnahme fast ausgrenzend um nicht das wort diskriminierend gebrauchen zu müssen.
schlimm genug, dass man nach etlichen tausend jahren menschheitsgeschichte
immer noch dise art von anschauung gibt..
jetzt fehlt nur noch dass es sich bei homosexualität auch um eine ansteckende krankheit handelt..
schade, dass das wort TOLERANZ hier im forum sehr oft gehandelt wird, aber die wenigsten wenden es an..
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 24. November 2005, 10:41:45
Die fortpflanzung dient nicht rein der Fortpflanzung, sondern auch der Paarbindung. Um die Nachkommen möglichst gut durchzubringen, hat die Natur ein interesse daran, dass die Eltern ei nige Zeit zusammenbleiben.
Das Thema Fortpflanzung ist allerdings zu komplex, um es hie rebenso darzulegen.

Biologisch gesehen ist Homosexualität wirklich nicht besonders sinnvoll.
Allerdings hätte sie laut Darwin dann auf natürliche Art und Weise verschwinden müssen (Selektion) da sich homosexuelle nur selten Fortpflanzen und dadurch immer weniger werden müssten.
Die Homosexualität ist aber nicht ausgestorben - also stellt sich mri die Frage, vielleicht steckt doch ein Zweck dahinter, der sich nur noch nicht erschlossen hat.

Die Natur macht nichts nur aus Jux und Tollerei, sie geht ausserordentlich sparsam mit ihren Ressourcen um.
Die Menschen sind trotz allem Teil der Natur, auch wenn sie das oft nicht wahrhaben möchten. Wir sind instinkt- und Triebgesteuerter als wir vermuten, was auch schon mehrfach wissenschaftlich bewiesen wurde.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 24. November 2005, 11:30:33
Zitat
Die Homosexualität ist aber nicht ausgestorben - also stellt sich mri die Frage, vielleicht steckt doch ein Zweck dahinter, der sich nur noch nicht erschlossen hat.
Ich will versuchen, Dir den höheren Sinn der Sexualität (außerhalb des Fortpflanzungsgeschehens) darzulegen.
Sexualität dient nur partiell der Zeugung von Nachkommen. Der Trick welchem sich die Natur hier bedient ist eigentlich viel weitreichender. Wenn Du so willst, hat Gott den Mann nur als Mittel zur Stärkung der Immunabwehr für die Frau geschaffen.
Fakt ist, daß ein ausgeglichenes Sexualleben die seelische Ballance herstellt und Streß abbaut. Sie dämmt die Aggressivität ein (weswegen Krieger unmittelbar vor einem Feldzug keinen Sex mehr haben sollten) und ist daher ein Faktor, der zu einem friedvollen Miteinander beitragen kann. Allein der Streßabbau trägt zur Stabilisierung der Immunabwehr bei. Doch nicht nur das, denn durch den permanenten Kontakt mit körperfremden Substanzen wird das Immunsystem angeregt und so auf zweierlei Art und Weise gestärkt.
Daß man dabei auch noch Nachkommen erzeugen kann ist eher nebensächlich aber auch noch wieder sinnvoll, weil durch die stetige Neukombination von Erbmaterial die Bakterien und Viren das Problem bekommen, sich ebenfalls ständig auf einen neuen Gegner einschießen zu müssen.
Inzeststämme (bei Züchtungen bestimmter Tierrassen) sind von Menschen hervorgerufene Anormalitäten, bei denen sich nach Möglichkeit das Erbmaterial nicht verändern soll, weil man bestimmte Eigenschaften dieser Rassen erhalten will. Aber grade diese Tiere sind enorm anfällig gegen alle möglichen Umwelteinflüsse.
Und, um zum Thema Homosexualität zurückzukehren. Zur Stärkung der Immunabwehr und zum Streßabbau und also der Verbesserung der Lebensqualität ist es völlig irrelevant, ob man mit einem Mann oder einer Frau Sex hat. Hier ist nur wichtig, daß beide was davon haben und gleichberechtigt davon profitieren können.
Sorry hier hat der Arzt und Psychotherapeut in mir die Oberhand vor dem Templerdarsteller gewonnen.

Grüß Bethold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Daniel am 24. November 2005, 11:46:03
Ich kanns eigentlich gar nicht fassen was ich hier lese und deshalb halte ich lieber den Mund.

Um mal zurück zum Thema zu kommen. Homosexuelle als Priester:

Meine Meinung:

Genauso wie die Kirche entschied, dass die Priester im Zölibat leben, entscheiden sie nun auch, dass ihre Sexuelle Neigung einer Norm unterworfen sein soll. Nur eine weitere Regel in ihrem endlosen Katalog.

Ob sie nun gerechtfertigt ist oder nicht spielt für mich erstmal keine rolle, denn jeder Mensch hat die freie Entscheidung diese Regeln zu akzeptieren oder nicht.

Mir gefällt so einiges an der katholischen Kirhce nicht und deswegen bin ich auch kein Katholik.



Für mich ist die ganze Sache sonnenklar:
Diene nicht der Kirche sondern Gott! Und Gott wird sich dir nicht durch irgendeinen dahergelaufenen Papst zeigen oder gar durch ihn sprechen!

Wie steht es so schön in der Bibel:
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!

Ich kann die Institution Kirche nicht ernst nehmen und halte sie für ebenso gefährlich wie nützlich. Sie tut viel Guites und dabei ebensoviel Schlechtes.

Das sie nun solche Regeln aufstellen offenbart nur, dass sie vom Pfad abgekommen sind! Wie heisst es so schön:

du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst.

Das scheinen die hohen Herren im vatikan des öfteren mal zu vergessen! Deswegen denieren sie ja auch von goldenen Tellern, während 500 m Luftlinie weiter die Bettler um milde Gaben winseln!
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Matthias Rehm am 24. November 2005, 13:43:19
Da habe ich wohl voll ins Wespennest gestossen ;-)))))

Leider hat kaum einer wirklich gelesen und verstanden, was ich geschrieben habe:

@Michaelus vom Birkenfelde
es ist völlig irrelevant ob es Indianerstämme gibt die ein anderes Verhältnis zur Homosexualität haben, denn es geht um die Einstellung der katholischen Kirche und die fußt auf der Bibel:

 "Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau".

Es gibt noch einige Stellen in der Bibel die Homosexualität verdammen und auch sehr drastische Maßnahmen gegen Personen verlangen, die homosexuelle Handlungen ausführen bzw. dabei ertappt werden.

Da wir aber Mitglieder des Neuen Bundes (Christen) sind ist diese Vorgehenweise für uns nicht bindend. Im Gegenteil wir sollen uns jedem Menschen annehmen.

Dies wird ja nicht von der katholischen Kirche in Abrede gestellt. Es geht darum eine Organisation die gewisse Werte verkörpert, kann auch nur von Personen repräsentiert werden, die diese Werte auch vorleben können.Das gilt besonders da Christen einen missionarischen Auftrag haben. Wie kann der erfüllt werden, durch Personen die nicht im Einklang mit diesen Werten stehen.

Gruß
Matthias
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Otto von Derkum am 24. November 2005, 15:00:45
Verstehe ich nicht!
Wenn ich doch im Zöllibat lebe ist es da nicht gleich ob ich auf Männer oder Frauen stehe?
Es darf doch eh nichts passieren, oder? *pfeifl*
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Matthias Rehm am 24. November 2005, 16:07:23
Es geht um die Zulassung als Priester. Wenn du (katholische) Theologie studierst, bist du wie jeder andere Student (so können auch Frauen katholische Theologie studieren), aber für das Priesteramt gelten halt bestimmte Regeln.
Das allerdings heterogene Männer drei Jahre enthaltsam Leben müssen, bevor Sie Priester werden können, wäre mir auch neu..also ein bischen mehr Gleichbehandlung wäre schon angebracht.

Gruß
Matthias
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Benedikt von Söllbach am 24. November 2005, 18:31:29
@Berthold:
Ich weis nicht genau, wo du deine Aussage herhast, das mit der Immunabwehr stimmt jedenfalls. Allerdings stimme ich nicht deiner Argumentation zu, Fortpflanzung ist definitiv primär zur Fortpflanzung da, die anderen begleiterscheinungen sind eher nebensächlich, dennoch meiner Meinung nach aber sinnvoll und von der Natur gewollt und dem Menschen von Vorteil.

@All: Entschuldigt bitte, dass ich dazu beigetragen habe, eine Diksussion neben dem Thema zu führen  *sadangel*

In diesem Sinne - wenn das Thema "Sinn der Fortpflanzung" weiter von Interesse ist, schlage ich ein eigenes Topic in der Taverne vor.

Viele Grüße,
Benedikt
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 24. November 2005, 20:11:21
Ich würde sagen, daß die Kirche viel Gutes leistet (Mutter Theresa, Frere Roger). Schlechtes wird durch die Presse gerne an die Öffentlichkeit gezerrt, um bestehende Werte in den Dreck zu ziehen.

Warum ist es so interessant, sich als schwuler Priesteranwärter zu outen und dann noch Gerechtigkeit (Zulassung zum Priesteramt) zu verlangen? Aus Interesse an der Kirche oder aus Interesse an negativer Publicity und 5 Minuten Rampenlicht in der Öffentlichkeit?

Mathias sagte es bereits. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau. Auch in der Natur (für alle Atheisten) gilt die Arterhaltung als primäres Ziel. Alles davon abweichende ist also wider die Natur, oder?

Nochmal: Bei den Templern war Homosexualität unter Strafe gestellt. Wie weit indentifiziert Ihr euch eigentlich mit der Zeit, die ihr darstellt?


Nachtrag:

Am 06.12.2005 konnte ich in einer Schülerzeitung!!!!! lesen, was zwei 15-jährige Mädchen zum Thema geschrieben haben:

Zitat:
"Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und hat sich dementsprechend an die Religion, an die Tradition und vor allem an die Überlieferung der Bibel zu halten, denn schon hier steht geschrieben:

"Du sollst nicht mit einem Mann schlafen wie du es mit einer Frau tust, denn das wäre Gräuel." (Lev.18/22)

und

"Wenn ein Mann mit einem anderen schläft, werden beide mit dem Tod bestraft!" (Lev.20/13)

Zitat Ende.

Der Papst und die römische Kirche, aber auch alle anderen christlichen Gemeinden, die sich auf die Schrift berufen, können daher keine homosexuellen Priester zulassen. Weder jetzt, noch in Zukunft, denn das hieße die Hl. Schrift zu ignorieren oder umzuschreiben. Immerhin tradiert die christliche Kirche auf dem Wort Gottes und der Schrift. Die erste Kirche, die homosexuelle zu Priestern weiht, bricht mit Gott.

Bliebe noch die für mich interessante Frage, warum denn Homosexuelle überhaupt Priester werden wollen? Um Gottes Wort in Fage zu stellen? Um sich Interessant zu machen?
Und wollen wir alle das auch so haben?
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Daniel am 25. November 2005, 08:19:46
Zitat
Original von volfing
Nochmal: Bei den Templern war Homosexualität unter Strafe gestellt. Wie weit indentifiziert Ihr euch eigentlich mit der Zeit, die ihr darstellt?

Ich identifiziere mich mit der Zeit gar nicht, denn ich will nur einen Ausschnitt (Templer) darstellen. Mir würde niemals einfallen nach Jerusalem zu ziehen, mich zu bewaffnen und dort die heiligen Stätten zu erobern oder die Taten der Kreuzritter gut zu heissen. Denn das war alles andere als schön was die da damals gemacht haben!! Heute passiert nicht weniger Mist, aber damit identifiziere ich mich ebensowenig!

Die Weltanschauung von damals passt heute einfach nicht mehr´und vieles kann ich einfach auch nicht gut heissen. (Ausgrenzung der Frauen, Stände, Sklaverei, Glaubenskriege, ... )

Das sind alles Dinge mit denen ich mich gewiss nicht identifiziere. Ich werde heute bestimmt auch nicht nach den Regeln der Templer leben! Das kann und will ich nicht! Das Hobby Reenactment/Living History ist etwas für Menschen, die sich für die damalige Zeit interesseieren, die erforschen wollen wie und warum die Leute damals so gehandelt haben / gelebt haben. Wenn man sich damit identifiziert sollte man sich ne Neotemplergruppe suchen oder selber einen Orden gründen.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 25. November 2005, 08:35:45
@Daniel,
da fällt mir zu Deiner aussagen nur noch eines ein - WOW!!! [laola]

Meinen Hut zieh und mich ehrfürchtig verneige.
Besser hätte ich es auch nicht sagen können.

Pax tecum Bruder

Berthold von Krukow
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 25. November 2005, 10:14:32
Zitat
Original von Daniel
Zitat
Original von volfing
Nochmal: Bei den Templern war Homosexualität unter Strafe gestellt. Wie weit indentifiziert Ihr euch eigentlich mit der Zeit, die ihr darstellt?

Ich identifiziere mich mit der Zeit gar nicht, denn ich will nur einen Ausschnitt (Templer) darstellen. Mir würde niemals einfallen nach Jerusalem zu ziehen, mich zu bewaffnen und dort die heiligen Stätten zu erobern oder die Taten der Kreuzritter gut zu heissen. Denn das war alles andere als schön was die da damals gemacht haben!! Heute passiert nicht weniger Mist, aber damit identifiziere ich mich ebensowenig!

Die Weltanschauung von damals passt heute einfach nicht mehr´und vieles kann ich einfach auch nicht gut heissen. (Ausgrenzung der Frauen, Stände, Sklaverei, Glaubenskriege, ... )

Das sind alles Dinge mit denen ich mich gewiss nicht identifiziere. Ich werde heute bestimmt auch nicht nach den Regeln der Templer leben! Das kann und will ich nicht! Das Hobby Reenactment/Living History ist etwas für Menschen, die sich für die damalige Zeit interesseieren, die erforschen wollen wie und warum die Leute damals so gehandelt haben / gelebt haben. Wenn man sich damit identifiziert sollte man sich ne Neotemplergruppe suchen oder selber einen Orden gründen.


alle achtung..
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Otto von Derkum am 25. November 2005, 16:21:10
Das sehe ich genau so Daniel,ich denke du hast so einigen aus der Seele gesprochen.
Thema war aber .>Kath.Kirche gegen Homosexuelle<
Das thema wie wir dazu stehen und auch mit dem Glauben steht im Archiv!
Ich bin auch katholisch erzogen und ich finde es gut!
Ein Grund warum ich einen Templer darstelle war mein Glaube.

Zum Thema .
Die katholische Kirche sieht es noch immer so das der Geschlechtsvbekehr nur zur Zeugung von Kindern gut ist.
Alles andere ist Falsch!
Selbstbefriedigung Anal und Oralverkehr sind Sünde da es Mord am Samen ist.
Genau so wie das benutzen von Kondomen.
Was jeder im einzelnen davon hält spielt überhaupt keine Rolle.
Wir (die Gemeinde) sollen glauben.
Wir haben studierte Leute die sich mit solchen Themen befassen.

Dies ist Kirchenmeinung , nicht die Meinige trotzdem versuche ich nach den Regeln der Kirche zu leben und wen das mal nicht klappt gehe ich zur beichte.

Warum nun gerade die Schwulen ausgegrenzt werden weiß ich nicht!
Es gab aber Zeiten da wurden die Farbigen ausgegrenzt und auch heute ist ein farbiger Papst ein Unding .

Ich kann nicht mit Michaelus gleich ziehen und sein startbeitrag  für gut halten.
Die Kirche ist eine Gemeinschaft mit Regeln!
Wer sagt das die gerecht sein müssen?
Wenn du Priester dieser Kirche werden möchtest muß du dich schon an die Regeln halten.
Du darfst halt nicht heiraten und du darfst nicht schwul sein.

Wenn jemand etwas dagegen unternehmen möchte ,
die Kirchen und die Kirchengemeinden stehen offen!
Jeder Pfarrer redet gerne mit dir!
Gerade Michaelus erst gegen die Kirche zetern aber wen es um anerkennung eines Vereines der sich Templernachfolger nennt
den Papst anschreiben wollen.
Halte dich erst selber an die Regeln des Vereins bevor du mit dem Prukura auf Erden sprichst.

Eh nicht an die Katholische Kirche glauben und nur die Nachteile sehen ist nicht richtig!

Ich denke Homosexuelle haben es ,auch heute noch, schwer genug.
Wenn jemanden Priester werden möchte dann kennt er die Spielregeln.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 25. November 2005, 23:01:35
Wenn jemand etwas dagegen unternehmen möchte ,
die Kirchen und die Kirchengemeinden stehen offen!
Jeder Pfarrer redet gerne mit dir!
Gerade Michaelus erst gegen die Kirche zetern aber wen es um anerkennung eines Vereines der sich Templernachfolger nennt
den Papst anschreiben wollen.
Halte dich erst selber an die Regeln des Vereins bevor du mit dem Prukura auf Erden sprichst.

Eh nicht an die Katholische Kirche glauben und nur die Nachteile sehen ist nicht richtig!

Ich denke Homosexuelle haben es ,auch heute noch, schwer genug.
Wenn jemanden Priester werden möchte dann kennt er die Spielregeln


mit der grösste unfug den ich hier zu lesen bekam..
erstens: kennst du meinen hintergrund nicht,
zweitens;
 war ich katholsch bis ich konvertierte weil mir unser ortspfarrer damals schon mit den selben sprüchen auf den senkel ging,( von wegen mit den pfarrern, besonders den katholischen kann man reden)
 und drittens:
widersprechen deine sogenannten regeln ganz krass unserer verfassung, in der steht, dass jeder, ich betone , jeder, das recht hat, auf freie wahl seines berufes, egal welcher abstammung oder sonstwelcher zugehörigkeit, um nicht ins detail gehen zu müssen.
somit ist diese regelung, die du so grossartig anpreist, wie allein seeligmachend sauerbier, im prinzip vefrassungswidrig und verstösst gegen die im grundgesetz verankerten allgemeinrechte eines jeden deutschen bürgers..
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Otto von Derkum am 26. November 2005, 15:45:10
Schon mal etwas von der Freiheit der Religionen gehört?
Ich glaube kaum das da eine Verfassungsklage etwas nützen würde.
Außerdem sind das nicht meine Regeln alleine.
Man sollte auch seinen Glauben nicht an einem Pfarrer festmachen.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 26. November 2005, 17:45:08
In unserer Zeit sind Staat und Kirche getrennt. Die verfassung hat daher innerhalb der Kirchengemeinschaften nur bedingt Rechtskraft.

Keinesfalls kann mit der staatlichen Verfassung erzwungen werden, wer mit welcher Einstellung oder Ausrichtung auch immer, in der Kirche ein Amt übernimmt.

Sehr vereinfacht gesprochen kann der Staat auch einen Kleintierzüchterverein nicht zwingen, einen Großwildjäger auf dessen Betreiben zum Vorsitzenden zu machen.

Wegen eines einzelnen Pfarrers, jeder Charakter ist verschieden, zu konvertieren halte ich für eine billige Ausrede. Konvertieren bedeuted übrigens zu einer anderen Religionsgemeinschaft überzutreten. Gibt es eine Gemeinschaft mit nur perfekten Menschen?

Natürlich kann man an Gott glauben ohne der katholischen Kirche anzugehören. Kirche bedeuted aber Gemeinschaft im Glauben !!!!!

Die Templer waren übrigens eine erzkatholische Gemeinschaft von pragmatischen Christen, die weder gegen den Pontifex Maximus rebellierten, noch irgendwelchem nichtchristlichen Gedankengut anhingen.

Das sollte man auch bei der Darstellung berücksichtigen. Oder woran orientiert sich die Darstellung eines Tempelritters?. Kann man überhaupt einen Ordensritter darstellen wenn man sich mit der Zeit überhaupt nicht identifiziert? Bei der Darstellung weltlicher Ritter ist vielleicht auch eine liberalere Denkweise möglich.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Daniel am 28. November 2005, 08:19:25
Wieso damit identifizieren?
Ihr vermischt hier andauernd unser heutiges Leben (die Frage ob Homosexuelle Priester werden dürfen) mit unserem Hobby, der Darstellung eines mittelalterlichen Tempelritters!

Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun! Wenn man sich geschichtlich und wissenschaftlich mit dem Thema Templer auseinandersetzt und diese Ergebnisse Darstellt muss man dafür weder gläubig, ungläubig oder sonstwas sein, sondern sollte Interesse und Forschergeist haben!
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Midan von Malterstorp am 28. November 2005, 09:17:28
Ich kann Daniel nur zustimmen. Ich bin nicht konfessionell gebunden und stelle Trotzdem einen Tempelritter dar. Wenn ich auf Events nach dem Glauben gefragt werde, muß ich halt, je nach Situation, als heute lebender Mensch oder als Tempelritter sprechen.
Zum Thema: Jeder Mensch soll die gleichen Rechte und Pflichten haben. Eine Ausgrenzung der Homosexuellen ist neben dem Verfassungsgesetz nicht nur verboten, sondern menschlich in keinster Weise zu vertreten. Mit den Kleingartenvereinen - meinetwegen. Es gibt ja auch Frauencafes und Männerclubs. Hier ist es eine Frage der Größe einer Vereinigung. So kann ein Tante Emma Laden einem Gast ohne Angabe von Gründen Hausverbot erteilen. Der Supermarkt, der mit seiner Monopolstellung einen Landstrich versorgt, darf das aus gutem Grund nicht.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 28. November 2005, 11:01:12
@ volfing

Wegen eines einzelnen Pfarrers, jeder Charakter ist verschieden, zu konvertieren halte ich für eine billige Ausrede. Konvertieren bedeuted übrigens zu einer anderen Religionsgemeinschaft überzutreten. Gibt es eine Gemeinschaft mit nur perfekten Menschen?

nein gibt es bestimmt nicht.
was diesen pfarrer betrifft. kann ich nur sagen:
wer kindern im religionsunterricht mit der kante des lineals auf die finger schlägt, im gottesdienst über hiv positive herzieht und über keuschheit spricht um so eine krankheit zu "verhindern" sich aber selbst in einem innsbrucker bordell erwischen lässt , muss damit rechnen dass sich viele "schäflein " abwenden.
so geschehen in den jahren des herrn 1979 - 1983 in meinem geburtsort.
es waren aber noch ne menge anderer beweggründe die mich bewogen hatten, zur evangelischen kirchengemeinde zu wechseln..
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Caspar zu Tegel am 28. November 2005, 13:39:19
Wirklich spannend vohin so ein Tehma führt.
 
Nun hab ich gelesen das es nichts Schlimmeres auf dieser Welt gibt, wie Schwule und Radfahrer. *eeks*
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 28. November 2005, 16:09:31
Zitat
Original von Caspar zu Tegel
Wirklich spannend vohin so ein Tehma führt.
 
Nun hab ich gelesen das es nichts Schlimmeres auf dieser Welt gibt, wie Schwule und Radfahrer. *eeks*


löl *jokely*
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 28. November 2005, 20:04:31
Zitat
Original von Midan von Malterstorp
Ich kann Daniel nur zustimmen. Ich bin nicht konfessionell gebunden und stelle Trotzdem einen Tempelritter dar. Wenn ich auf Events nach dem Glauben gefragt werde, muß ich halt, je nach Situation, als heute lebender Mensch oder als Tempelritter sprechen.
Zum Thema: Jeder Mensch soll die gleichen Rechte und Pflichten haben. Eine Ausgrenzung der Homosexuellen ist neben dem Verfassungsgesetz nicht nur verboten, sondern menschlich in keinster Weise zu vertreten. Mit den Kleingartenvereinen - meinetwegen. Es gibt ja auch Frauencafes und Männerclubs. Hier ist es eine Frage der Größe einer Vereinigung. So kann ein Tante Emma Laden einem Gast ohne Angabe von Gründen Hausverbot erteilen. Der Supermarkt, der mit seiner Monopolstellung einen Landstrich versorgt, darf das aus gutem Grund nicht.


Ich habe nicht von Ausgrenzung gesprochen, denn das wäre unmenschlich. Wenn ihr aber dem Tante-Emma-Laden-Besitzer zugesteht zu entscheiden, wem er etwas verkauft oder wen er als Verkäufer anstellt, dann müßt ihr auch der Kirche zugestehen wen sie zum Pfarrer macht. Gleiches recht für alle.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Matthias Rehm am 29. November 2005, 08:03:38
Zitat
Original von volfing
Zitat
Original von Midan von Malterstorp
Ich kann Daniel nur zustimmen. Ich bin nicht konfessionell gebunden und stelle Trotzdem einen Tempelritter dar. Wenn ich auf Events nach dem Glauben gefragt werde, muß ich halt, je nach Situation, als heute lebender Mensch oder als Tempelritter sprechen.
Zum Thema: Jeder Mensch soll die gleichen Rechte und Pflichten haben. Eine Ausgrenzung der Homosexuellen ist neben dem Verfassungsgesetz nicht nur verboten, sondern menschlich in keinster Weise zu vertreten. Mit den Kleingartenvereinen - meinetwegen. Es gibt ja auch Frauencafes und Männerclubs. Hier ist es eine Frage der Größe einer Vereinigung. So kann ein Tante Emma Laden einem Gast ohne Angabe von Gründen Hausverbot erteilen. Der Supermarkt, der mit seiner Monopolstellung einen Landstrich versorgt, darf das aus gutem Grund nicht.


Ich habe nicht von Ausgrenzung gesprochen, denn das wäre unmenschlich. Wenn ihr aber dem Tante-Emma-Laden-Besitzer zugesteht zu entscheiden, wem er etwas verkauft oder wen er als Verkäufer anstellt, dann müßt ihr auch der Kirche zugestehen wen sie zum Pfarrer macht. Gleiches recht für alle.

Vollkommen richtig!

Es sollten einige erst mal die Postings in Ruhe durchlesen, bevor sie antwordten, denn es werden gerne zwei Dinge zusammengeschmissen , die nicht zusammengehören.

@Michaelus vom Birkenfelde,

das war wieder nur eine sehr lahme Ausrede. Zwar kann ich deine Gründe verstehen - bei mir war es ein 'schwacher/langweiliger' protestantischer Pfarrer, der mich vom Christum entfernte und ich mich für den Budismus interessierte. Durch ein einschneidendes Erlebnis und der Beschäftigung mit dem Glauben (das ist auch das Einzige was mich mit Georg W. Bush verbindet!!!) habe ich festgestellt, das der christliche Glaube und Kirche nicht ein und dasselbe sind. Vielleicht ist es auch für Protestanten einfacher, da es für sie nicht die 'allein selig machende römisch-katholische Kirche' gibt, sondern im lutherischen Sinn die Kirche nur ein Lehrer/Helfer zu einer Beziehung zu Gott.

Gruß
Matthias
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Michaelus vom Birkenfelde am 29. November 2005, 08:10:35
Vielleicht ist es auch für Protestanten einfacher, da es für sie nicht die 'allein selig machende römisch-katholische Kirche' gibt, sondern im lutherischen Sinn die Kirche nur ein Lehrer/Helfer zu einer Beziehung zu Gott.

mathias, genau dieser von dir verfasste satz trifft den nagel auf den kopf..
besser kann man es nicht erkären..
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Dietrich zu Veynau am 30. November 2005, 18:33:27
Um nochmal auf das Thema zu kommen es geht nicht um Templerdarstellung und auch nicht um Protestant oder Katholik (das würde auch ein langes Thema)
Es geht um schwule Priester.

Ich habe am Sonntag im Kultur Radio Deutschland auch darüber gehört.
Begründung der kath. Kirche waren die Zunahme der Übergriffe auf Minderjährige in Amerika.

Das ist harter Tobak und ein sehr unangenehmes Thema , würde ich auch nie mit einem "normalen Schwulen " in Verbindung bringen.aber die katholische Kirche hat da wohl echte Probleme. Ob nur in Amerika oder auch hier weiß ich nicht!

Ich persönlich finde das in der heutigen Zeit eine Ausgrenzung von Menschen unmöglich ist.
Warum gibt es homosexuelle Menschen wenn Gott es nicht gewollt hat.
Er ist unfehlbar.

Ich finde die katholische Kirche geht den falschen Weg.
Lieber Allimente zahlen als Schadensersatz für verführte Knaben?
Meiner Meinung nach ist das Zölibat der Uhrheber dieser Übel.
Solange die Kath. Kirche da nichts unternimmt wird sie immer Schwierigkeiten haben.
Siehe Michaelus. Wahrscheinlich ein frustrierter Priester der die Quängelleien der Schüler satt hatte.

Ich kenne eine Menge homosexuelle Menschen und kann sie nur als Liebenswert bezeichnen. Wahrscheinlich weil sie ein ausgeglichenes Sexualleben haben (siehe Beitrag  von Berthold)

Frustrierte Menschen gibt es genug !

Ich persönlich würde nichts dabei finden einen schwulen Pfarrer zu haben , fände es eher gut wenn alle Pfarrer verheiratet oder in einer festen Beziehung stehen müsten. (wie bei den Juden der Rabbi)
Ich finde es bringt Weisheit und Lebenserfahrung wenn man einen Partner und Kinder hat.
Da sollte man schwulen Pfarren mit fester Verbindung sogar erlauben Pflegekinder zu haben.
Etwas besseres kann sich die Kirche doch nicht wünschen.
Aber es ist schwer über den eigenen Schatten zu springen.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 30. November 2005, 19:22:15
Hallo Dietrich,
das sind ja ganz reformistische Vorschläge, die DU da machst - aber gute.

Nein, was mir der Artikel über schwule Priester einzig und allein gezeigt hat ist, daß sich die katholische Kirche in den letzten 2000 Jahren nicht verändert hat - jedenfalls nicht in positive Richtung. Sie haben nichts dazu gelernt und der Papst ist der, für den ihn alle gehalten haben - vom Oberinquisitor zum Stadthalter eines Gottes, über den ich hier nicht reden will, weil´s nicht Thema ist.

Das ist alles -nichts Neues halt. Eigentlich kein Grund sich zu wundern oder gar entrüstet zu sein. Hat irgendjemand etwas anderes erwartet??? DOch wohl eher nicht, oder?

cu Berthold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Dietrich zu Veynau am 01. Dezember 2005, 18:14:37
Das die kath. Kirche keine positive Wandlung  in den letzten 2000 Jahren gemacht hat kann ich so nicht stehen lassen.
Immerhin die Messen sind heute in Landessprache und eine Mischehe (ev-rk) ist möglich.
Das sind Schritte die schon viel gebracht haben.

Leider werden meine Vorschläge wohl kaum gehört , aber ich glaube an die Arbeit an der Basis.
Naja man darf die Hoffnung nicht aufgeben.

Was mich Ärgert ist einfach die allgemeine schlechte Stimmung gegen die kath. Kirche.
Auch das es hier viele gibt die das beten (Ave Maria wurde genannt) vorgegaukeln (bewust so hart ausgedrückt)
Entweder ich bete und meine es ernst oder ich lasse es sein .

Das ist eine Schau die ich nicht gut finde. Wenn ich nicht beten möchte dann verhalte ich mich in dem Moment ruhig und bete nicht nur damit es andere sehen.

Auch fällt mir auf wieviele ungläubige Templer darstellen,warum gerade Templer?
Ich selber habe schon auf einem Lager erlebt das einer der einen Templer darstellen will "Odin" ausrief.
Die Leute die Wikinger darstellen sind gläubiger (wo dran sie auch immer glauben) als die Templer selber.
Die Frage ist warum wollen sie Templer darstellen?
Das hat zwar recht wenig mit Homosexuellen und dem Thema zu tun aber vieleicht ein neues Thema
Glauben und Darstellung.
Aber ich glaube das hatten wir schon mal!
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Georg von der Kreuzeiche am 01. Dezember 2005, 20:03:09
@ Dietrich

Seelig sind die ,die da fest im Glauben sind. Hauptsache sie glauben an Wen oder Was! und manch einer muß seinen Glauben erst finden.

Na und soviel ich weiß war dieser Templer noch ein" junger Bruder" :baby der sicher noch Seinen Platz sucht. So habet Nachsicht und helft bei der Platzfindung

@ alle

Kommt doch ma lzum Thema zurück.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 06. Dezember 2005, 20:32:38
Zum Thema Positive Änderung. Änderung in welche Richtung?

Am 06.12.2005 konnte ich in einer Schülerzeitung!!!!! lesen, was zwei 15-jährige Mädchen zum Thema geschrieben haben:

Zitat:
"Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und hat sich dementsprechend an die Religion, an die Tradition und vor allem an die Überlieferung der Bibel zu halten, denn schon hier steht geschrieben:

"Du sollst nicht mit einem Mann schlafen wie du es mit einer Frau tust, denn das wäre Gräuel." (Lev.18/22)

und

"Wenn ein Mann mit einem anderen schläft, werden beide mit dem Tod bestraft!" (Lev.20/13)

Zitat Ende.

Der Papst und die römische Kirche, aber auch alle anderen christlichen Gemeinden, die sich auf die Schrift berufen, können daher keine homosexuellen Priester zulassen. Weder jetzt, noch in Zukunft, denn das hieße die Hl. Schrift zu ignorieren oder umzuschreiben. Immerhin tradiert die christliche Kirche auf dem Wort Gottes und der Schrift. Die erste Kirche, die homosexuelle zu Priestern weiht, bricht mit Gott.

Bliebe noch die für mich interessante Frage, warum denn Homosexuelle überhaupt Priester werden wollen? Um Gottes Wort in Fage zu stellen? Um sich Interessant zu machen?
Und wollen wir alle das auch so haben?
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Berthold von Krukow am 07. Dezember 2005, 07:56:19
Hallo volfing,

hast Du das 2. Posting in diesem Thread von mir gelesen? Deine Argumentation erinnert mich an die jener Radiomoderatorin aus Gottes eigenem Land (USA).
Eine Institution, die nicht Willen oder in der Lage ist sich den veränderten Anforderungen der Zeit anzupassen. wird irgendwann nur noch ein Hemmschuh der Entwicklung sein.

cu Berthold
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: volfing am 07. Dezember 2005, 20:37:32
Wo soll sich denn Eure Gesellschaft hinentwickeln? Homosexuelle Bischöfe als Galionsfiguren auf der "Love-Parade"?

Ich finde es unheimlich nervend, daß im Sinne falsch verstandener Toleranz und kurzlebiger, zeitgeistiger Strömungen, bestehende Werte demontiert werden.

Und wenn Ihr alle geltenden Regeln und Moralvorstellungen gebrochen habt, woran orientiert ihr euch dann? Nach welchen Vorbildern erzieht ihr dann die nächste Geneation?

In diesem Sinne solltet ihr euch tolerantere und zeitgeistigere Wappen auf eure Waffenröcke nähen.
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Richard von der Au am 19. August 2006, 11:24:49
Pax vobiscum,

zum zitierten Brief im Themenstart würde mich interessieren, ob es dazu eine Antwort gibt und wie diese ggf. aussieht.
Im Ersten Anschein dachte ich es macht sich jemand mit dieser überzogenen Darstellung über die Bibel lustig. Mit Hinblick auf gewisse radikal gläubige Strömungen in den USA, bin ich mir allerdings darin nicht mehr so sicher. Gerade die Bezüge auf Sklaven erwecken bei mir Assoziationen mit dem Clan. Sollte dieser Erguss also ernst gemeint sein, dann halte ich das für extrem bedenklich. Den egal ob Bibel, Thora oder Koran, alle fußen auf die Bücher Mose und dort gibt es für den Grenzbereich im menschlichen Zusammenleben zwei wesentliche Aussagen:

Du sollst nicht töten

Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): «Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.
Hätter dieser Mensch seinen Glauben auch nur ansatzweise verstanden, bräuchte die meisten seiner Fragen nicht zustellen.

Gruß
Richard
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Andreas von Leiningen am 20. August 2006, 04:25:05
Lieber Richard von der Au

der Verfasser des Briefes macht sich weder über die Bibel lustig, noch ruft er zur Selbstjustiz, bzw. Sklaverei auf.
Der Brief ist in seinem Inhalt rein satirisch, kommödial und macht sich über Leute lustig, die die Bibel, besonders die Texte des alten Testaments, wörtlich nehmen, als Gesetz Gottes ansehen und danach die Umwelt regeln möchten, aber nur nach Bibelstellen, welche ihnen in den Kram passen und völlig aus dem Kontext gerissen sind.
Andere Passagen, Zusammenhänge, sowie das kulturelle und zeitliche Umfeld werden dabei außer Acht gelassen.
Der Schreiber stellt in seinem Brief nur das Zitat Dr. Lauras  „Homosexualität ist ein Greuel“ Leviticus 18:22 anderen Zitaten des alten Testaments gegenüber, um zu zeigen, wie absurd es ist, über 2000 Jahre alte Gesetze in die Neuzeit übertragen zu wollen. Denn wer würde denn heutzutage noch einem der angesprochenen Bibelzitate ( a – j ) aus Leviticus und Exodus befolgen, bzw. nach diesen Leben wollen.
Die Fragen sind also nicht ernst, sondern ironisch und spöttisch gemeint.
Ich frage mich nur, wie man einen solchen, so offensichtlich satirisch übertiebenen, Text, als ernst gemeint ansehen, bzw. als Aufruf zur Sklaverei sehen kann???

Pax
Andreas von Leiningen

PS:
Zitat
Matthias Rehm
Homosexualtiät ist unnatürlich!
a. biologisch: Rein biologisch gibt ist es die beiden Geschlechter nur zur Fortpflanzung und auch eine geschlechtliche Verbindung dient ausschließlich der Fortpflanzung.
In der Natur gibt es sehr wohl Homosexualität!
Sie ist nachgewiesen bei Primaten, wie z.B. den Bonobos, wo sie zum Aggressionsabbau und zur Festigung sozialer Bindungen dient, sowie auch bei anderen Tiergattungen.
In Zeiten des Mangels an Heteropartnern bilden sich auch im Tierreich homosexuelle Partnerschaften, welche selbst dann noch z.T. bestehen bleiben, wenn wieder ausreichend Partner des anderen Geschlechts vorhanden sind. Siehe die Pinguine im Zoo, welche vor einiger Zeit im TV waren (den Zoo habe ich leider vergessen).
Titel: Kath. Kirche gegen Homosexuelle
Beitrag von: Richard von der Au am 07. September 2006, 22:07:24
Lieber Andreas von Leiningen,

gerade der fehlende Kontext hat mich zu der Frage veranlasst.
Denn wenn auch diese Tatsache aufgrund der jüngeren Vergangenheit weniger Publizität hat, es gibt auch in den christlichen Glaubenrichtungen extreme Eiferer.
Was die Wiedereinführung der Sklaverei betrifft, so muß ich immer an meinen letzten Aufenthalt in Mexiko denken. Da waren ein paar Südstaatler im Hotel, deren Gebahren und Äusserungen den fundierten Schluss zulassen, daß sie dieser Idee offen gegenüber stehen würden.
Wenn du die Typen kenn gelernt hättest, würdest du verstehen, warum mir Zweifel bei meiner Erstbeurteilung, daß der Text satirisch gemeint war, kamen.

Gruß
Richard von der Au