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Archiv => Mitglieder und Ausrüstung des Ordens => Thema gestartet von: Gebuin am 08. April 2002, 18:09:12

Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Gebuin am 08. April 2002, 18:09:12
So hab mal wieder etwas aufgeschnappt was sich bestimmt lohnt zu diskutieren.

Das wären die Kreutze auf dem Habbit

Wie waren sie, gab es nur das gleichschenklige oder ist eher das tatzen förmige historischer.

Unterschieden sie sich von komtuerei zu komturei.

und so weiter
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Gebuin am 08. April 2002, 20:51:29
Achja und noch eine frage von ner bekannten die leider kein internet hat.

Ab wann gab es die Kreutze überhaupt, wieso sind die gewandungen weis und das rote kreutz.

Wie sahen die Kreutze im wandel der Zeit der Templer aus (zeitangabe)

Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 17. April 2002, 16:51:00
Pax Vobiscum,

Historische Abbildungen von Templern habe ich bisher auch noch nicht viele gesehen.
Da das Kreuz allerdings auf Kirchen von Ort zu Ort anders dargestellt wird, kann man wohl davon ausgehen, dass die Kreuze auf dem Wappenrock und dem Mantel ebenfalls unterschiedlich aussahen.
Was wohl definitiv ist, ist, dass die Ritter das Kreuz nur vorne hatten. Wäre es auch auf dem Rücken gewesen, wäre es wohl wie bei den Serjanten in der Ordensregel erwähnt worden.
Das Tatzenkreuz trugen die Templer erst ab 1147, also mit Beginn des 2. Kreuzzuges. Die Erklärung der Farben, müsstest Du doch Deiner Freundin selbst geben können, oder ?
Die langgezogene, sogenannte lateinische Form sieht man z.B. im Agnus Dei, das man in manchen Kirchen findet (Fürfeld, Metz z.B.)

Frater Heinrich von Hohenfels
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 01. Juni 2002, 13:52:51
Noch einen Nachtrag zu dem Thema Kreuze.

Ich war gerade in Portugal. Die Kreuze des Christusordens, der ja der direkte Nachfolger der Templer in Portugal war, hat auch beide Kreuzformen, also gleichseitige, wie langezogene Form verwendet.


Pax

Heinrich von Hohenfels
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: der_Frank am 21. November 2002, 14:39:48
Zum Thema Kreuze:

Das Recht, auf dem weissen Mantel ein rotes Kreuz zu tragen, wurde den Templern kraft einer päpstlichen Bulle  - quasi als Privileg - verliehen.

Bereits vorher wurde ihnen auf diesem Wege auch gestattet, den weissen Mantel als äusseres Erkennungszeichen zu tragen.

Wenn Dich die genauen Daten und Hintergünde interessieren, müsste ich dazu nochmal nachschlagen, habe ich leider nicht im Kopf (*grummel*)

Ich persöhnlich kann mir nicht vorstellen, daß jede Komturei ein eigenes Zeichen trug, dafür gab es einfach zu viele und wiedersprach erstens dem Gemeinschaftssinn und zweitens den Gepflogenheiten jener Zeit.
Sicher wird es lokale Unterschiede gegeben haben, aber nur marginal...

Leider gibt es nicht allzu viele historische Darstellungen von Tempelrittern.
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Gebuin am 22. November 2002, 01:17:31
Wie ich schon sagte jede Komturei hatte Ihre eigenen Kreuzarten, was mir auch schon öfters aufgefallen ist das manche Komtureien, auch am unteren rand des habbits kleine Kreuze hatten.

Belegbares habe ich bis jezt noch nicht gefunden, werd mich aber mal erkundigen, wenn dies der fall sein sollte aber erster in der späteren Templerzeit.
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 22. Februar 2003, 22:06:15
Schaut euch mal das hier an :

http://jnul.huji.ac.il/dl/maps/jer/images2/maps/crusader-b.JPG

Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Dietrich zu Veynau am 23. Februar 2003, 03:04:47
Ein schönes Bild , aber leider bringt es uns nicht weiter!
Ich gehe schon davon aus das in den Komthureien verschiedene Arten der Kreuze getragen worden.
Noch schlimmer war es wohl in den einzelnen Landesteilen!
Deshalb werden wir schon Schwierigkeiten darin treffen einheitliche Kreuze zu tragen!
Das sind die gleichen Schwierigkeiten auf die auch die Templer gestossen sind!
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 23. Februar 2003, 11:27:23
Natürlich hatten die in den verschiedenen Komtureien verschiedene Kreuze. Siehe z.B. die runde Form in Portugal.
Den unteren Teil des Bildes kannte ich schon lange, ich wusste nur nicht, woher das Bild stammte.
Das Bild auf der oben genannte Internetseite ist ein Karte von Jerusalem, die um 1200 angefertigt wurde, das bedeutet hier haben wir eine authentische Abbildung eines Templers und den Beleg, dass das Kreuz auch die lateinische Form hatte.
Tatzenkreuze in Stein findet man oft, doch Zeichnungen von Templern sind eher selten.

Gruß Heiko

@Gebuin: Könntest du mal deinen tz-Schreibfehler nachträglich editieren ?


Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Bruder Michaelus am 15. Mai 2003, 12:34:32
Die Kreuze waren, soweit ich weiß rot, weil:
Die Templer sind ja aus en Reihen er Kreuzritter. Als 1095 in Clermon Pabst Urban die Kreuzzugsidee bekannt gab, banden sich die Männer rote Bäner in Form eines Kreuzes auf das Gewand. Ihc denke von da kommen die roten Kreuze. Ein weißes Gewand symbolisiert vielleicht das, das die Kreuzritter im Namen Gottes in den Kreig zogen und somit, wie sie dachten, sündenfrei waren. Ich denke die Templer haben dies nur von den Kreuzritter übernommen.

Ciao
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Heinrich von Hohenfels am 15. Mai 2003, 20:34:08
Tschuldigung, aber es geht um die Form der Kreuze.
Dass sie rot waren hat keiner Bezweifelt.
Aber mal kurz zur Info, während des 1. Kreuzzuges trug keiner weisse Gewänder, sondern einfach nur Rüstung.
Wappenröcke waren noch nicht üblich und die Farbe der Kreuze war nicht zwingend rot, sondern man nähte sich halt Kreuze auf, als Zeichen für den Kreuzzug. Diese Kreuze konnten jede Farbe haben.


Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: DavyDavito am 16. Mai 2003, 21:20:35
ähm bist du dir da sicher mit den Wappenröcken?
Ich weiss das es nicht so lange üblich war, aber ich glaube zu wissen das die im ersten Kreuzzug sowas hatten.
Vielleicht nicht die Wappenröcke die wir kennen, aber die hatten was über den Rüstungen.
Zumindest hab ichs in erinnerung mal was darüber gelesen zu haben in einem "Tagebuch" eines Kreuzritters des 1. Kreuzzuges...

Das Buch war ziemlich Authentisch und vom Latein und Provencalischem ins Deutsche übersetzt.
Ich kann aber nochmal nachschauen.
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: DavyDavito am 23. Mai 2003, 18:01:00
http://home.arcor.de/glanlaender/templerkirche/tempelritter.htm

was gefunden!
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Pascal de Rennard am 23. Mai 2003, 21:45:16
Pax

@DavyDavito


Über diesen Link wird sich Heiko sicherlich freuen *g*



Grüße

Pascal
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: DavyDavito am 23. Mai 2003, 22:07:10
Ok ich hatte es auch bemerkt :)
Jedoch war ich mir nicht bewusst das es da parallelen gibt und ich war ehrlich gesagt auch zu faul ;)

Aber da habt ihr ja alles drin stehen.
Lob an Heiko ;)
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Isabella1192 am 25. Mai 2003, 21:54:18
Bei Heiko ist wirklich alles gut beschrieben, was die Kreuze betrifft! Auch auf der Netzwerkseite ist glaub was über die verschiedenen Kreuze ...
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: DavyDavito am 26. Mai 2003, 16:36:58
http://www.timeforfantasy.de/Geschichte/Mittelalter/Templer.htm

Isabella kannst du mir mal sagen ob du diesen Link für Authentisch hällst.
Ist drüben im eifer der Diskussion etwas untergegangen :(
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: Isabella1192 am 26. Mai 2003, 21:23:30
Hallo Davy (darf ich Davy sagen?),

also was verstehst du denn unter authentisch? Die historischen Angaben/Daten stimmen, das andere ist halt Auslegungsache... Nun es ist eine recht kritische Stimme, aber auch die muss es geben denke ich. Ich muss es mir mal genauer durchlesen, wenn ich mehr Zeit habe, ok?
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: DavyDavito am 26. Mai 2003, 21:35:47
Hi Isi ;)
Klar nenn mich wie du magst.

Ne, ich mein ich bin noch nie auf eine solche umfassende Templer Seite gestoßen.
Also die alles wichtige so treffend abgebildet hat.

Abgesehen Die-Templer.de selbstverständlich ;)


Edit: Ich hatte einfach nur bedenken, da Freunde kritisierten, es währe womöglich nicht alles so authentisch.
Daher wollte ich es einmal von Euch, speziell von dir hören ;)
Titel: Wie waren die Kreutze
Beitrag von: der_Frank am 27. Mai 2003, 08:58:50
Zitat
Original von DavyDavito
http://www.timeforfantasy.de/Geschichte/Mittelalter/Templer.htm

Isabella kannst du mir mal sagen ob du diesen Link für Authentisch hällst.
Ist drüben im eifer der Diskussion etwas untergegangen :(


Ich bin zwar nich die ISA, gebe aber trotzzdem meinen Senf dazu...(zu der Seite meine ich...*g*)

Also: insgesamt ein sehr guter Überblick, jedoch mit einigen Schwächen in der Darstellung, was zB die Quellenlage betrifft--man kann nicht einfach Dinge in den Raum stellen, die nicht belegbar sind (das führt dann zur Legendenbildung; es macht das zwar interessant und mystisch hilft aber nicht wirklich..); Beispiel:
- "Die Geschichte des Templerordens beginnt bereits einige Jahre vor seiner eigentlichen Gründung. Im Gefolge des ersten Kreuzzuges wird schon im Jahre 1115 die Existenz einer Militia Christi erwähnt, die man heute als Vorläufer des Templerordens ansieht" (Genau diesen Fakt, das die Templer bereits 1115 erwähnt werden, habe ich insgesamt nur ein einziges Mal in einer Sekundärquelle gefunden, die allerdings den Verweis auf den Ursprung schuldig bleibt -- dies kann deshalb nicht als gesicherter Fakt gelten, sorry)
- "Er wählte die El-Aqsah-Moschee (Salomonischer Tempel) zum Hauptquartier und gründete dort den Sacer ordo militae templi Hierosalemitani, den Heiligen Orden der Ritter des Tempels zu Jerusalem. (Sooo viele Fehler ... Die Moschee gabs damals noch nicht!!; die lateinische Bezeichnung ist nicht korrekt; die Templer wählten den Ort nicht selbst aus sonder bekamen ihn von König Balduin zugewiesen...)

Sehr gut wiederum das Folgende:"Das Gründungsjahr ist allerdings umstritten. Manche Autoren erwähnen unter Verweis auf die damalige Zählung des Kirchenjahres auch das Jahr 1118 oder 1120" (Absolut korrekt!)

-"Wie es heißt, hatte der Templerorden in den ersten Jahren seiner Existenz lediglich neun Mitglieder. Namentlich bekannt sind von diesen Gründervätern Gottfried von Saint-Omer, Archibald von Saint-Amand, Gottfried von Bisol, Pagan von Montdidier, ein gewisser Roland, und schließlich Hugo von Payns selbst. Fünf dieser neun Brüder reisten 1127 gemeinsam mit Hugo von Payns in den Okzident, um Mitglieder zu werben und die Ordensregel vorzubereiten" (Dies gehöhrt meiner Meinung nach zum Graubereich zwischen Historie und Legende...)und ist mit Vorsicht zu betrachten!)

Sehr gut haben mir zB die Ausführungen zu Zypern gefallen (die verpasste Chance auf einen Ordensstaat, obwohl vielleicht der historische KOntext etwas zu kurz kommt...)


Mein Fazit: Insgesamt eine faktenreiche Seite die einen sehr guten Überblick bietet über die Geschichte des Ordens; die Siete beleuchtet auch kurz einige (heute noch) unklare Punkte in der Geschichte - zB den "verlorenen" Ordensstaat; hat aber auch die eine oder andere Schwäche ("Die europäischen Kathedralen als steingewordene Abbilder des himmlischen Jerusalems wurden maßgeblich von Templern mitfinanziert" ist zB eine unbewiesene Behauptung...)