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Archiv => Mitglieder und Ausrüstung des Ordens => Thema gestartet von: Hagen von Kastl am 27. Mai 2005, 02:31:59
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Noch 'ne Frage,
welche Art von Schliesen für den Leibriemen des Schwertgehänges waren bei den Rittern des Ordens im 12. / 13. Jahrhundert üblich?
Danke
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Hab zwar keine Antwort aber mir fällt dabei noch eine Frage ein.
Gibt es irgendwo eine Anleitung zum selberbau einer Schwertscheide?
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Kommt drauf an welche Zeit genau und welche Region.
dtl ( zumindest rechtsrheinisch ) bismitte 13.Jh wurde der Schwertgurt gebunden
Danach geschnallt
Frankrecht, Italien usw. waren mit den Schnallen schon anfang bis Mitte des 13 Jh etwas früher an
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@Mark
Gibts, und zwar da:
http://www.dignitas-equestris.de/deq/schwertgurt.html
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Danke erstmal. Ich versuchs mal genauer. Welche Form und Größe hatte die Schnalle vom Schwertgurt bei den Ordensbrüdern im frühen 13. Jahrhundert?
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ich habe auch eine kleine Frage:
da das Kettenhemd relativ schwer wiegt, wurde ja ein gürtel benutzt, um die Last auch auf die Tallie zu verteilen.
Ist dieser gurt identisch mit dem Schwergurt oder sind tatsächlich zwei gürtel zu tragen?
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wenn der Schwertgurt nicht gebunden wurde, dann hatte er meist ein goldene Schnalle und war dann auch oft mit messingbeschlägen verziert. das war ab Mitte 13. Jh. üblich. davor wurde halt gebunden, und dann waren die Schwertgürte auch nicht beschlagen, die Schwertscheiben mal abgesehen von dem Ortband auch nicht.
Die Schnalle hatte meist die Form eines einfachen "D"'s.
bei den templern wird es wohl unbeschlagen gewesen sein, oder die Beschläge wurden bemalt (laut templerregel so, dass sie nicht mehr wie "Luxus" aussah.
@ benedikt: ja, es wurden zwei Gürte getragen, einmal den normalen Leibgürtel über dem wappenrock und dann der Schwertgurt, der dierekt mit der schwertscheide verbunden war.
etwas über den Schwertgurt findet sich auch auf http://www.historiavivens1300.ate in der Bilbiothek.
Gruß,
Fabianus
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Nette Seite, aber das "e" im Link muß wech
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also trage ich quasi 2 gürtel - die sich nicht wesentlich unterscheiden, ausser das am leibriemen der krimskrams (wasserflasche etc) hängt, und am andern nur die scheide?
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im großen und ganzen- jau. nur wollte man sich überlegen ob man sich in einer schlacht soviel gerödel wie eine trinkflasche an den gürtel hängen möchte.
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Nun - ich war noch nie in einer Schlacht, aber beim hiesigen Militär war ich froh um meine Wasserflasche. Auch wenn sie oft gefroren war...
und soviel gerödel ist so eine Flasche ja nicht. oder?
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ja, aber die formulierung "krimskrams" ist etwas vage. also zuviel zeugs möchte ich ja nicht am gürtel haben, vorallem weil es den nach unten zieht. es gibt halt keine extra gürtelschlaufen.
Gerödel wie wasserflaschen etc. kann man ja dem Knappen geben, der nicht ganz so aktiv in der Schlacht kämpft.
ich meine mich entsinnen zu können, dass du ende 12. Jh. darstellen willst- oder?? falls doch, unterscheiden sich der leibriemen und schwertgurt doch gewaltig; zu der zeit war der schwertgurt noch unbeschlagen und wurde geknotet. später waren zumindest schnalle auch beim schwertgurt üblich, was beschläge beider gürtel angeht liegts wohl an der darstellung- templer sollten sie vielleicht unbeschlagen haben (von wegen armut...).
ich habe einen ca. 3,5cm breiten, 0.3cm dicken Gürtel mit einer Geschmiedeten schnalle. geschlossen und geknotet reicht er noch bis zu den knien und er ist unbeschlagen.
für die schlacht wurden wahrscheinlich dünnere leibriemen getragen. nach dem was ich auf abbildungen gesehen hab.
gruß,
fabianus =)